ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2000Euthanasie: Jeder Vierte ist „vor der Zeit“ gestorben

SPEKTRUM: Leserbriefe

Euthanasie: Jeder Vierte ist „vor der Zeit“ gestorben

Dtsch Arztebl 2000; 97(8): A-422 / B-341 / C-319

Bratzke, Burkhard

Zu dem Beitrag "Euthanasie-Gesetzgebung in den Niederlanden: Transparenz schaffen, Ärzte absichern" von Jens Flintrop in Heft 3/2000:
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LNSLNS . . . Summa summarum wurden jährlich 51 894 Niederländer durch ärztliche Hilfe getötet oder starben durch ärztliches Unterlassen schneller. Bei insgesamt nur 135 500 Todesfällen in den Niederlanden machte dies 38 Prozent aller Toten eines Jahres aus. Ist dort noch eine andere Todesursache häufiger?
Bei zusammengenommen 22 100 (7.b der Tabelle) Niederländern unterblieben lebensverlängernde Maßnahmen ohne eigene Entscheidung der Hinfälligen. Wie oft mag hier wohl der Wunsch Pate gestanden haben, endlich von der lästigen Beteiligung an der kosten- und zeitaufwendigen Pflege der siechen Verwandten entlastet zu werden?
Vor dieser Entwicklung in unserem Nachbarland klingt das Vilmarsche Unwort vom "sozialverträglichen Frühableben" wieder an. Jeder vierte niederländische Tote ist "vor der Zeit" gestorben und hat damit das Sozialversicherungssystem zu einem Teil von den in den letzten Lebenswochen horrend ansteigenden Kosten für Medizin und Pflege entlastet. Soll das die Zukunft sein?
Burkhard Bratzke, Am Rohrgarten 69, 14163 Berlin
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