ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2020Alternative Medizin: Keine Alternative bei Krebs

MEDIZINREPORT

Alternative Medizin: Keine Alternative bei Krebs

Dtsch Arztebl 2020; 117(10): A-498 / B-427

Eckert, Nadine

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Gerade in der Onkologie haben Patienten häufig den Wunsch nach einer sanfteren Alternative zu der stark belastenden konventionellen Therapie. Doch die Inanspruchnahme alternativmedizinischer Verfahren kann dazu führen, dass evidenzbasierte Behandlungen nicht rechtzeitig erfolgen.

Alternative Methoden wie die Homöopathie können für Krebspatienten eine Gefahr darstellen, wenn dafür die konventionelle onkologische Therapie vernachlässigt wird. Foto: picture alliance/SZ Photo
Alternative Methoden wie die Homöopathie können für Krebspatienten eine Gefahr darstellen, wenn dafür die konventionelle onkologische Therapie vernachlässigt wird. Foto: picture alliance/SZ Photo

Manche Patienten suchen nach einer Möglichkeit, die Nebenwirkungen der Chemotherapie zu lindern, andere sehen alternativmedizinische Verfahren als letzten Strohhalm, wenn die Schulmedizin bei fortgeschrittenen Tumorerkrankungen keine Besserung mehr verspricht. In Zeitschriften, Büchern und im Internet werden die Verfahren mit Wohlfühlattributen wie natürlich, ganzheitlich oder biologisch beworben. Und selbst wenn Homöopathie, Ayurveda, Zen-Meditation, Immunstärkung, Krebsdiäten oder Nahrungsergänzungsmittel nicht helfen sollten, „schaden kann es ja nix“, lautet häufig die Devise.

„Aber das stimmt nicht“, sagte Prof. Dr. med. Jutta Hübner, Stiftungsprofessorin für Integrative Onkologie am Universitätsklinikum Jena, beim diesjährigen Krebskongress in Berlin. Die Nutzung alternativmedizinischer Verfahren könne dazu führen dass die Einleitung einer wirksamen Therapie verzögert oder verhindert werde. Und das verschlechtere die Chancen der Patienten. Eine 2018 im Journal of the National Cancer Institute veröffentlichte Studie zeigt, dass eine alleinige alternativmedizinische Behandlung im Vergleich zu einer konventionellen Krebstherapie die Mortalität von Patienten mit nichtmetastasierten Karzinomen um das 2,5-Fache erhöht, beim Mammakarzinom sogar fast um das 6-Fache (1).

Erhöhtes Sterberisiko

Dass behandelbare Tumoren nur alternativmedizinisch, gänzlich ohne konventionelle Therapie behandelt würden, sei selten, räumen die Studienautoren ein, doch es erhöhe das Sterberisiko der Patienten drastisch. Aber viele Patienten hoffen, sich durch den Einsatz komplementärer Verfahren zusätzlich zur konventionellen Therapie etwas Gutes tun zu können. Für Hübner ist das nur allzu verständlich: „Die Patienten wollen selber etwas zu ihrer Genesung beitragen und da gibt es neben ausreichend Bewegung und gesunder Ernährung in der Onkologie nicht viel“, sagte die Onkologin.

Zur Nutzung alternativ- und komplementärmedizinischer Verfahren in der Onkologie liegen kaum epidemiologische Daten vor. Die Erhebung wird erschwert durch eine uneinheitliche Definition des Begriffs „alternative Medizin“, die mangelnde Abgrenzung zur komplementären Medizin und die häufige Verwendung des Sammelbegriffs „Alternative und Komplementäre Methoden (KAM)“.

Alternative Medizin und komplementäre Medizin unterscheiden sich dadurch, das die erstere anstatt einer konventionellen Therapie verwendet wird, während komplementäre Methoden begleitend zur konventionellen Therapie eingesetzt werden, erklärte die auf Patientenkommunikation und Ernährung bei Krebs spezialisierte Ökotrophologin Karin Kastrati, Wöllstadt, in Berlin. In Befragungen variieren die KAM-Nutzerzahlen bei onkologischen Patienten zwischen 30 und 90 Prozent. Klar sei, so Kastrati, dass „die Nachfrage da ist, deshalb müssen die Patienten darüber aufgeklärt werden, dass Komplementärmedizin in Absprache mit dem behandelnden Arzt Sinn machen kann, Alternativmedizin aber nicht“.

Auch Hübner betonte die Bedeutung der Patientenaufklärung, warnte aber: „Wer dem Patienten, der sich für alternativmedizinische Methoden interessiert, sofort sagt, dass das alles Unsinn ist, hat schon verloren.“ Sie riet, den Impuls des Patienten wahrzunehmen, Vertrauen aufzubauen und dann mit Fakten zu überzeugen.

Beliebte Kügelchen

Die Frage nach Fakt oder Fiktion stellt sich auch bei dem beliebtesten alternativmedizinischen Verfahren in Deutschland, der Homöopathie. Mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung hat schon einmal homöopathische Mittel verwendet (2).

2017 sei mit Homöopathie in Deutschland ein Umsatz von 629 Millionen Euro gemacht worden, berichtete Dr. med. Natalie Grams, Leiterin des Informationsnetzwerks Homöopathie, einem Zusammenschluss von Experten verschiedener Fachrichtungen, die „ein Gegengewicht zu der massiven Fehlinformationen zur Homöopathie in der Öffentlichkeit“ schaffen wollen (3, 4).

„Fast 75 Prozent der Deutschen haben falsche Vorstellungen von Homöopathie, nur 17 Prozent sind informiert, was Homöopathie wirklich ist“, so Grams, die selbst mehrere Jahre als Homöopathin tätig war, mittlerweile aber aufgrund der fehlenden wissenschaftlichen Grundlage ihre Ansichten dazu revidiert hat (2).

Tatsächlich verwechseln viele Menschen Homöopathie mit einer auf pflanzlichen Wirkstoffen beruhenden Therapie. Auch in den Medien wird auf dieser Unterschied häufig nicht geachtet. Doch anders als bei naturheilkundlichen Verfahren, die auf die Wirkung pflanzlicher Inhaltsstoffe setzen, ist in Homöopathika kein (nachweisbarer) Wirkstoff enthalten. „Globuli bestehen zu 100 Prozent aus Saccharose und zu 0 Prozent aus dem Ausgangsstoff“, betonte Grams.

Auf die Patienten wirken homöopathische Mittel jedoch wie echte Medikamente: Denn sie sind in der Apotheke erhältlich und bedürfen der Zulassung. Angesichts der Beliebtheit der Homöopathie könnte man dies sogar nutzen, etwa für eine Placebotherapie, schlug Grams vor. Auch an die Tatsache, dass Patienten von einer „sprechenden Medizin“ profitieren, wird die Schulmedizin immer wieder erinnert, wenn Patienten mitunter begeistert von ihren Erfahrungen beim Heilpraktiker berichten. Die Anbieter homöopathischer Therapien stehen dem allerdings ablehnend gegenüber. Für sie sei die Homöopathie keine Gesprächstherapie, sondern „eine Arzneitherapie, deren wichtigstes Kennzeichen die gezielte Arzneimittelwahl mithilfe der Ähnlichkeitsregel ist“, sagte Grams (5).

Ob diese gezielte Auswahl Sinn ergibt, damit haben sich mittlerweile fast 6 000 Publikationen beschäftigt. Verlässliche Evidenz, dass Homöopathie bei irgendeiner Erkrankung wirkt, ist dennoch Mangelware. Zu diesem Fazit kam zum Beispiel 2015 ein Review des National Health and Medical Research Council, Australiens wichtigste Finanzierungsstelle für medizinische Forschung (6).

Dessen Autoren warnen davor, Homöopathie bei chronischen, ernsthaften und potenziell ernsthaft werdenden Erkrankungen anzuwenden: „Menschen, die sich für Homöopathie entscheiden, riskieren ihre Gesundheit, wenn sie dafür Behandlungen ablehnen oder verzögern, für die es verlässliche Evidenz gibt.“

Dass komplementäre Therapieverfahren in der Onkologie eine Gefahr darstellen können, belegt eine 2018 in JAMA Oncology publizierte Studie (7). Darin verweigerten von den Patienten, die auf komplementäre Verfahren setzten, 7 % eine empfohlene Operation, 34 % eine Chemotherapie und 53 % eine Bestrahlung. Die Autoren: „Patienten mit heilbaren Tumoren können wichtige Behandlungen versäumen, wenn sie auf komplementäre Verfahren setzen. Ärzte sollten eindringlich davon abraten.“

Falsches Signal Kassenleistung

Bereits ein Jahr zuvor hatte der European Academies Science Advisory Council davor gewarnt, dass die Anwendung von Homöopathie Gefahren berge und die EU und ihre Mitgliedstaaten aufgefordert, Homöopathika nicht als Arzneimittel zuzulassen und nicht von den Krankenkassen erstatten zu lassen (8). Denn dies sende ein falsches Signal an die Patienten.

„Der schöne Schein des weißen Nichts trügt und schadet nicht nur onkologischen Patienten“, betonte Grams. Angesichts der Tatsache, dass auch in Deutschland gesetzliche Krankenkassen damit werben, homöopathische Behandlungen zu erstatten, plädierte sie für eine sinnvollere Verwendung der Ressourcen: „Wir sollten wieder Gesprächsziffern haben, die ähnlich gut vergütet werden wie Homöopathie.“ Nadine Eckert

Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit1020
oder über QR-Code.

Alternative Therapieverfahren entlarven

Der Verdacht auf Scharlatanerie sollte aufkommen, je mehr der folgenden Beschreibungen zutreffen (9). Die Methode beziehungsweise das Produkt

  • wird durch den Hinweis auf eine exotische Herkunft (z. B. Himalaya, Regenwald) interessant gemacht,
  • soll Heilung bringen, wenn die Schulmedizin in einer ausweglosen Situation versagt,
  • soll durch umfangreiche Erfahrungen (und Erfahrungsberichte) untermauert sein, ohne dass nachvollziehbare Daten aus kontrollierten, klinischen Studien zugänglich gemacht werden,
  • soll gegen eine Vielzahl von Erkrankungen, die nichts miteinander zu tun haben, universell wirksam sein,
  • soll regelmäßig zum Erfolg führen, Misserfolge werden der Schulmedizin angelastet,
  • ist an einzelne Personen oder Institutionen gebunden, die die Therapie entwickelt haben und daran verdienen,
  • soll keine Nebenwirkungen haben oder die Nebenwirkungen von Verfahren der Schulmedizin reduzieren oder gar aufheben können,
  • ist kompliziert, etwa durch strenge Diätvorschriften oder Anwendungsrichtlinien, sodass Misserfolge auf Anwendungsfehler zurückgeführt werden,
  • soll schon seit Jahren oder Jahrzehnten angewendet werden, ohne offiziell anerkannt zu sein,
  • ist den Behauptungen zufolge so gut, dass unverständlich bleibt, weshalb keine Zulassung als Arzneimittel existiert.
1.
Johnson SB, Park HS, Gross CP, Yu JB. Use of Alternative Medicine for Cancer and Its Impact on Survival. J Natl Cancer Inst. 2018; 110 (1); doi: 10.1093/jnci/djx145 CrossRef MEDLINE
2.
https://www.ifd-allensbach.de/fileadmin/kurzberichte_dokumentationen/prd_0914.pdf.
3.
https://www.bpi.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Publikationen/Pharma-Daten/Pharma-Daten_2018_DE.pdf.
4.
https://netzwerk-homoeopathie.info/.
5.
https://www.weiterbildung-homoeopathie.de/homoeopathie-definition-des-dzvhae.
6.
https://www.nhmrc.gov.au/sites/default/files/images/nhmrc-information-paper-effectiveness-of-homeopathy.pdf.
7.
Johnson SB, Park HS, Gross CP, Yu JB. Complementary Medicine, Refusal of Conventional Cancer Therapy, and Survival Among Patients With Curable Cancers. JAMA Oncol 2018; 4 (10): 1375–81 CrossRef MEDLINE PubMed Central
8.
https://easac.eu/publications/details/homeopathic-products-and-practices/.
9.
https://www.arznei-telegramm.de/html/2003_10/0310095_01.html.
1.Johnson SB, Park HS, Gross CP, Yu JB. Use of Alternative Medicine for Cancer and Its Impact on Survival. J Natl Cancer Inst. 2018; 110 (1); doi: 10.1093/jnci/djx145 CrossRef MEDLINE
2.https://www.ifd-allensbach.de/fileadmin/kurzberichte_dokumentationen/prd_0914.pdf.
3.https://www.bpi.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Publikationen/Pharma-Daten/Pharma-Daten_2018_DE.pdf.
4.https://netzwerk-homoeopathie.info/.
5.https://www.weiterbildung-homoeopathie.de/homoeopathie-definition-des-dzvhae.
6.https://www.nhmrc.gov.au/sites/default/files/images/nhmrc-information-paper-effectiveness-of-homeopathy.pdf.
7.Johnson SB, Park HS, Gross CP, Yu JB. Complementary Medicine, Refusal of Conventional Cancer Therapy, and Survival Among Patients With Curable Cancers. JAMA Oncol 2018; 4 (10): 1375–81 CrossRef MEDLINE PubMed Central
8.https://easac.eu/publications/details/homeopathic-products-and-practices/.
9.https://www.arznei-telegramm.de/html/2003_10/0310095_01.html.

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Avatar #772524
Julius Senegal
am Freitag, 20. März 2020, 08:49

Hümmer auf dem Holzweg, wieder

Nein, MichaelK hier ist nicht Onkel Michael, der regelmäßig den Schrott von Homöopathen zerlegt.

Homöopathen können wohl nur Unsinn von sich geben.
Oder kürzer: Verdünnen, Schütteln, Sch#### labern.
Avatar #48604
MichaelK
am Montag, 16. März 2020, 09:33

Pseudowissenschaftlicher Umgang mit der Homöopathie

Sehr geehrter Herr Kuhn!
Dann sind Sie einer der ersehnten unabhängigen Experten, die die Sachlage mal wissenschaftlich unvoreigenommen angehen wollen?!
Ihr Link hilft da übrigens inhaltlich nich viel weiter.
Mit freundlichen Grüßen (ganz unhomöopathisch)
Avatar #781197
Hümmer
am Sonntag, 15. März 2020, 10:15

Der Stil des Kommentars von Julius spricht für sich und bedarf keines weiteren Kommentars

nur noch das: "Das Michael tust du ziemlich unrecht!
"Das Michael" ist Onkel Michael und der blogt eigentlich (in differenzierterer Weise, also noch eine Vorbild für dich) in deinem Sinne...
Avatar #772524
Julius Senegal
am Samstag, 14. März 2020, 22:51

und wieder schwafeln und blubbern Homöopathen

Nein, es gab nie einen Vorbericht der australischen Studie: http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=5335

Die Luft der Zuckerverkäufer wird dünner.
Konnten die früher noch schamlos mit wirkungslosem Zeug Kunden abzocken, regt sich immer mehr Widerstand.

Homöopathen wie Hümmer oder das Michael sind schon arm dran, wenn man derat die Wirklichkeit leugnet. Oder schlicht und einfach skrupellos.
Avatar #772524
Julius Senegal
am Samstag, 14. März 2020, 22:50

und wieder schwafeln und blubbern Homöopathen

Nein, es gab nie einen Vorbericht der australischen Studie: http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=5335

Die Luft der Zuckerverkäufer wird dünner.
Konnten die früher noch schamlos mit wirkungslosem Zeug Kunden abzocken, regt sich immer mehr Widerstand.

Homöopathen wie Hümmer oder das Michael sind schon arm dran, wenn man derat die Wirklichkeit leugnet. Oder schlicht und einfach skrupellos.
Avatar #781197
Hümmer
am Samstag, 14. März 2020, 16:39

...da gibt´s deutlich Aktuelleres als"beweisaufnahme.." und das wissen Sie auch Herr Kuhn!

…“Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt und das Schlagen gegen die Wand verursachte schließlich einen Riss, der einige wichtige Zugeständnisse machte. Einige davon wurden in den Sitzungsergebnissen der Sitzung des Expertenbeirats für die Überprüfung natürlicher Therapien am 28. November 2019 mitgeteilt (das Gremium wurde gebildet, um den Chief Medical Officer bei der Überprüfung zu beraten).[…]

– Studien, die in der Überprüfung 2014-15 als nicht ordnungsgemäß bewertet eingestuft wurden, können nun in der Überprüfung 2019-20 erneut bewertet werden. Dies ist ein sehr wichtiges Zugeständnis angesichts der minderwertigen Qualität der vorherigen Überprüfung,[!!!] bei der viele identifizierte Studien nicht ordnungsgemäß bewertet und eine erhebliche Anzahl von Beweisen aus ihrem Anwendungsbereich ausgeschlossen wurden.[!!!] Das Beratungsgremium wird festlegen, welche Nachweise dem NHMRC zur erneuten Prüfung im Rahmen der Überprüfung 2019-20 vorgelegt werden müssen.“
https://www.yourhealthyourchoice.com.au/news-features/breakthrough-2019-20-natural-therapy-review-update/
Avatar #103488
KuhnJ
am Samstag, 14. März 2020, 15:38

Pseudowissenschaftlicher Umgang mit der Homöopathie

Sehr geehrter Herr Dr. Kröger,

wenn Sie den Anspruch formulieren, unvoreingenommen an das Thema heranzugehen, sollten Sie auch die Kritik an der Kritik an der australischen Studie nicht unterschlagen: http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=5335

Nicht dass man Sie am Ende für einen "selbsternannten Experten" hält, dem man erst einen Link schicken muss, damit er sich "mal schlau zum dem Vorgang in Australien" machen könnte.

Mit homöopathisch freundlichen Grüßen,
Joseph Kuhn
Avatar #48604
MichaelK
am Freitag, 13. März 2020, 08:54

Pseudowissenschaftlicher Umgang mit der Homöopathie

Sehr geehrte Frau Eckert!
Beim Lesen Ihres Artikels, der leider nur die üblichen Verzerrungen und Falschaussagen zur Homöopathie von selbsternannten Experten wiedergibt, fiel auf dass Sie tatsächlich noch den Mut haben die Australische Studie zu zitieren! Oder nicht die Kenntniss darüber, dass es 2 Jahre vorher eine Studie des NHMRC gab die genau 5 Indikationen für die Wirksamkeit der Homöopathie festsstellte.
Es wäre schön wenn in einem Blatt der Ärzteschaft, was Anspruch auf wissenschafltliche Grundlagen erhebt, diese auch unvoreingenommen zur Geltung kommen und sich Redakteure und Mitarbeiter die Mühe machten selbst zu recherchieren.

Anbei ein Link wo Sie sich und die Kollegin Grams mal schlau zu dem Vorgang in Australien machen könnten!

Mit besten Wünschen

Dr. Michael Kröger


https://www.hri-research.org/resources/homeopathy-the-debate/the-australian-report-on-homeopathy/
Avatar #781197
Hümmer
am Dienstag, 10. März 2020, 14:53

Ein paar nicht unbedeutende Richtigstellungen

Entgegen den Verlautbarungen von INH/Prof. Hübner etc. lauten die Original-Aussagen obiger Studie des National Cancer Institut:
[…]„Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass komplementäre und integrative Medizin nicht das gleiche sind wie AM [alternative Medizin], so wie sie in unserer Studie definiert ist. Während komplementäre und integrative Medizin ein breites Angebot von Therapien umfasst, das die konventionelle Medizin ERGÄNZT, sind AM unbewiesene Therapien, die AN STELLE VON konventioneller Therapie gegeben werden.“…
[…] „Zu den Patienten, die sich der AM unterzogen, wurden diejenigen gezählt, die unter „andere-unbewiesene Krebstherapien, VERABREICHT VON NICHT-MEDIZINISCHEM PERSONAL“ eingeordnet werden konnten.“
„sich allerdings auch in einem späteren Krebsstadium befanden.“
Dieser so nebenbei in der Studie selbst als auch vom INH wiedergegebene Satz läßt im übrigen tiefgreifende wissenschaftliche Zweifel sowohl an der Aussagekraft der Studie als auch an den Schlüssen aus ihr aufkommen…..
https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2020/01/16/was-stimmt-daran-inh-studie-deckt-auf-mit-alternativmedizin-sterben-viele-krebspatienten-fruher-als-notig/
Avatar #781197
Hümmer
am Dienstag, 10. März 2020, 14:37

Ein paar nicht unbedeutende Richtigstellungen

1) Entgegen den Verlautbarungen von INH/Prof. Hübner etc. lauten die Original-Aussagen obiger Studie des National Cancer Institut:
[…]„Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass komplementäre und integrative Medizin nicht das gleiche sind wie AM [alternative Medizin], so wie sie in unserer Studie definiert ist. Während komplementäre und integrative Medizin ein breites Angebot von Therapien umfasst, das die konventionelle Medizin ERGÄNZT, sind AM unbewiesene Therapien, die AN STELLE VON konventioneller Therapie gegeben werden.“…
[…] „Zu den Patienten, die sich der AM unterzogen, wurden diejenigen gezählt, die unter „andere-unbewiesene Krebstherapien, VERABREICHT VON NICHT-MEDIZINISCHEM PERSONAL“ eingeordnet werden konnten.“
„sich allerdings auch in einem späteren Krebsstadium befanden.“
Dieser so nebenbei in der Studie selbst als auch vom INH wiedergegebene Satz läßt im übrigen tiefgreifende wissenschaftliche Zweifel sowohl an der Aussagekraft der Studie als auch an den Schlüssen aus ihr aufkommen…..
https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2020/01/16/was-stimmt-daran-inh-studie-deckt-auf-mit-alternativmedizin-sterben-viele-krebspatienten-fruher-als-notig/
2) Aktuell steht die Überprüfung des allseits als Beweis gegen die Homöopathie herangezogenen 2015-Review des NHMRC an.
Warum?
Weil deutliche "Unstimmigkeiten" wenn nicht gar der Verdacht auf Manipulation zu ungunsten der vorher (im 2012 Draf-Review) noch gefundenen positiven Evidenzen zu etlichen Diagnosen immer unübersehbarer wurde...
https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2020/03/08/update-der-manipulierte-2015-bericht-des-nhmrc-wird-uberpruft-nhmrc-oder-das-verschwinden-homoopathischer-evidenzen/
Avatar #781197
Hümmer
am Dienstag, 10. März 2020, 14:07

Ein paar nicht unbedeutende Richtigstellungen

1) Entgegen den Verlautbarungen von INH/Prof. Hübner etc. lauten die Original-Aussagen obiger Studie des National Cancer Institut:
[…]„Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass komplementäre und integrative Medizin nicht das gleiche sind wie AM [alternative Medizin], so wie sie in unserer Studie definiert ist. Während komplementäre und integrative Medizin ein breites Angebot von Therapien umfasst, das die konventionelle Medizin ERGÄNZT, sind AM unbewiesene Therapien, die AN STELLE VON konventioneller Therapie gegeben werden.“…
[…] „Zu den Patienten, die sich der AM unterzogen, wurden diejenigen gezählt, die unter „andere-unbewiesene Krebstherapien, VERABREICHT VON NICHT-MEDIZINISCHEM PERSONAL“ eingeordnet werden konnten.“
„sich allerdings auch in einem späteren Krebsstadium befanden.“
Dieser so nebenbei in der Studie selbst als auch vom INH wiedergegebene Satz läßt im übrigen tiefgreifende wissenschaftliche Zweifel sowohl an der Aussagekraft der Studie als auch an den Schlüssen aus ihr aufkommen…..
https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2020/01/16/was-stimmt-daran-inh-studie-deckt-auf-mit-alternativmedizin-sterben-viele-krebspatienten-fruher-als-notig/
2) Aktuell steht die Überprüfung des allseits als Beweis gegen die Homöopathie herangezogenen 2015-Review des NHMRC an.
Warum?
Weil deutliche "Unstimmigkeiten" wenn nicht gar der Verdacht auf Manipulation zu ungunsten der vorher (im 2012 Draf-Review) noch gefundenen positiven Evidenzen zu etlichen Diagnosen immer unübersehbarer wurde...
https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2020/03/08/update-der-manipulierte-2015-bericht-des-nhmrc-wird-uberpruft-nhmrc-oder-das-verschwinden-homoopathischer-evidenzen
Avatar #781197
Hümmer
am Dienstag, 10. März 2020, 14:05

Ein paar nicht unbedeutende Richtigstellungen

1) Entgegen den Verlautbarungen von INH/Prof. Hübner etc. lauten die Original-Aussagen obiger Studie des National Cancer Institut:
[…]„Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass komplementäre und integrative Medizin nicht das gleiche sind wie AM [alternative Medizin], so wie sie in unserer Studie definiert ist. Während komplementäre und integrative Medizin ein breites Angebot von Therapien umfasst, das die konventionelle Medizin ERGÄNZT, sind AM unbewiesene Therapien, die AN STELLE VON konventioneller Therapie gegeben werden.“…
[…] „Zu den Patienten, die sich der AM unterzogen, wurden diejenigen gezählt, die unter „andere-unbewiesene Krebstherapien, VERABREICHT VON NICHT-MEDIZINISCHEM PERSONAL“ eingeordnet werden konnten.“
„sich allerdings auch in einem späteren Krebsstadium befanden.“
Dieser so nebenbei in der Studie selbst als auch vom INH wiedergegebene Satz läßt im übrigen tiefgreifende wissenschaftliche Zweifel sowohl an der Aussagekraft der Studie als auch an den Schlüssen aus ihr aufkommen…..
https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2020/01/16/was-stimmt-daran-inh-studie-deckt-auf-mit-alternativmedizin-sterben-viele-krebspatienten-fruher-als-notig/
2) Aktuell steht die Überprüfung des allseits als Beweis gegen die Homöopathie herangezogenen 2015-Review des NHMRC an.
Warum?
Weil deutliche "Unstimmigkeiten" wenn nicht gar der Verdacht auf Manipulation zu ungunsten der vorher (im 2012 Draf-Review) noch gefundenen positiven Evidenzen zu etlichen Diagnosen immer unübersehbarer wurde...
https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2020/03/08/update-der-manipulierte-2015-bericht-des-nhmrc-wird-uberpruft-nhmrc-oder-das-verschwinden-homoopathischer-evidenzen/