ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2020Sophie Mereau (1770–1806): „Schwanken zwischen Ergebung und Mut“

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Sophie Mereau (1770–1806): „Schwanken zwischen Ergebung und Mut“

Krämer, Sandra

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Zu einer Zeit, in der weibliche Schriftstellerei mit den gesellschaftlichen Konventionen konfligiert, kämpft sie um die Verwirklichung des eigenen Lebensentwurfes. Am 28. März vor 250 Jahren wurde Sophie Mereau geboren.

Euphorie und Aufbruchstimmung bestimmen das Leben der Sophie Mereau, geborene Schubart, als sie 1794 ihr Tagebuch beginnt: „Und es war Frühling als ich erwachte, und der schönste Frühling der jemals die Erde beglückt hat!“ (1) Ihr erstes Kind ist wenige Wochen zuvor geboren der Weg zum schriftstellerischen Wirken mit der Veröffentlichung ihrer Gedichte in Schillers Zeitschriften „Thalia“ und „Neue Thalia“ geebnet, und die Universitätsstadt Jena für die gebürtige Altenburgerin zu einer neuen Heimat geworden. Die Aussicht, Zugang zu den angesehenen Kreisen des gebildeten Bürgertums und somit Teilhabe am geistigen Austausch und gesellschaftlichen Leben zu erhalten, war es, die sie im April 1793 in die Vernunftehe mit dem Juraprofessor Friedrich Ernst Carl Mereau hat einwilligen lassen. In der „Gesellschaft der freien Männer“ – wie sich der Studenten- und Freundeskreis um Gottlieb Fichte nannte –, beim Laientheater im Hause Schütz sowie in den Begegnungen mit Schiller, Goethe, Schlegel und Schelling findet die für eine Vertreterin ihres Geschlechts ungewöhnlich gut Gebildete das Milieu für ihre literarischen Ambitionen.

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Zu Beginn der 1790er-Jahre erscheinen ihre Gedichte noch unter dem Kürzel „Demoiselle***“ und ihr erster Roman „Das Blütenalter der Empfindungen” im Gothaer Verlag Perthes anonym. An Schillers literarischen Neugründungen „Die Horen“ (1795) und „Musenalmanach“ (1797) hingegen wirkt sie mit lyrischen Texten wie „Schwarzburg”, „Das Lieblingsörtchen“, dem programmatischen Ideengedicht „Erinnerung und Phantasie“, der Elegie „Licht und Schatten“ oder dem Prosabeitrag „Briefe von Amanda und Eduard“ namentlich mit. Mit ihrer Begabung erfährt sie im männlich dominierten Literaturbetrieb viel Anerkennung und „wo sie erschien, drängte man sich um sie“ (2). Doch ihre „unwiderstehliche Neigung“, sich „ganz der Phantasie hinzugeben, das gestaltlose Dasein mit der Dichtung Farben zu umspielen, (...) auszubilden, was in (ihr) lag“, kollidiert mit den „Verhältnisse(n), wo alles (sie) peinigt“ (3).

Im Jahre 1802 wird Sophie Mereau in Weimar ansässig. Hier eine Radierung um 1830. Fotos: picture alliance/akg-images; Wikimedia commons
Im Jahre 1802 wird Sophie Mereau in Weimar ansässig. Hier eine Radierung um 1830. Fotos: picture alliance/akg-images; Wikimedia commons

Freiheit für die Frau

„Freiheit adelt! Und nach ihr zu ringen ist der Kräfte jedes Edlen wert“, heißt es in ihrem ersten Gedicht „Bey Frankreichs Feier den 14ten Junius 1790“, anlässlich des Jahrestages der Revolution. Das „Bild von Freiheit und Unabhängigkeit“, welches in ihr „lebendig wird”, entwickelt sich zur Handlungsmaxime für das eigene Schreiben – und Leben: „Freiheit, die (den Menschen) in den Stand setzt, den Dingen außer sich eine selbstbeliebige Form zu geben, und sie zu seinen freien Zwecken zu gebrauchen.“ (4)

Von einem unbändigen Drang nach einem selbstbestimmten Leben getrieben sind auch die weiblichen Protagonisten ihrer Erzählungen. Nannette aus „Blütenalter“ – ins revolutionäre Paris geflohen, um der Vormundschaft des Bruders zu entgehen –, die mit ihrer Proklamation „gleiche Rechte mit dem Manne, den sie lieben“ (5) auch für ihr Geschlecht die Möglichkeit einfordert, eine erfüllende Liebesbeziehung zu führen, die nicht an eine Ehe gebunden sein muss. Derweil sie mit ihrem Geliebten nach Amerika auswandert, wo sie den Bund der freien Liebe schließen kann, beansprucht in Jena ihre Schöpferin ebenfalls für sich, das eigene Liebesideal zu leben. Seit ihrer Begegnung mit dem Studenten Johann Heinrich Kipp 1793 lebt die in einer „fast unerträglich(en)“ (6) Ehe gebundene Mereau, „ganz der Liebe, die all ihre Seeligkeit über mich ausgoß“ (7), und durch die sie – in Anklang an die Liebesmotivik der Frühromantiker – zur persönlichen Vollkommenheit gelangt. Die zu dieser Zeit entstehenden Gedichte „Das Bildnis“ oder „Die letzte Nacht” sind Stimmungsbilder, die von einer zwischen Sehnsucht und den Ansprüchen der Vernunft hin- und hergerissenen Seele zeugen; getrieben von dem Wunsch, sich „in das lebendige Leben (...) hineinstürzen“ zu wollen, jedoch erkennend, hierfür „müßt ich aber frei sein“ (8). Freiheitsliebe als Lebensprinzip zu verwirklichen, gelingt ihrer Ich-Erzählerin in „Flucht nach der Hauptstadt“ (1806). Eine abenteuerlustige Schauspielerin, die ihr Elternhaus und die anvisierte Ehe mit einem langweiligen Landedelmann eintauscht gegen ein ungebundenes Leben; zwar ohne männlichen Schutz, aber auch der damit verbundenen Fesseln. Mereau selbst schwankt zwischen „Plänen, in die Welt zu gehen“ (9) und ihrer Unentschlossenheit: „Ich überlege und sinne, und alles in mir wird Harmonie bei meinem Entschluss, nur der Mut der Ausführung fehlt mir“ (10). In ihren persönlichen Ausbruchsfantasien jedoch entwickelt sie die Vorstellung, als unabhängige berufstätige Frau ein selbstständiges Leben zu führen. Ein Bild, das sie in verschiedenen Figuren – die Schauspielerin Marie im gleichnamigen Roman von 1798 und die Malerin Bianca in den dramatischen Szenen „Gustav und Valérie“ (1805) – gestaltet; aber auch für sich selbst ausmalt. „Ich gehe dann an einen entfernten Ort, wo ich ganz unbekannt bin, (...) und schreibe.“ (11)

„Mut zu mir selbst“

Clemes Brentano – 1803 heiratet Mereau den Dichter, mit dem sie bereits eine langjährige Liebesbeziehung verbindet (Zeichnung von 1837). Foto: picture alliance/imageBROKER
Clemes Brentano – 1803 heiratet Mereau den Dichter, mit dem sie bereits eine langjährige Liebesbeziehung verbindet (Zeichnung von 1837). Foto: picture alliance/imageBROKER

Mit der von ihr initiierten Scheidung im Juli 1801 wagt sie den Schritt, „mit Weisheit in die Umstände einzugreifen“, und aus ihrem Leben „ein Ganzes, eine Geschichte zu bilden“ (12). „Vom 14ten Mai 1801“ an lebt sie zunächst zurückgezogen in der Abgeschiedenheit Camburgs, erfüllt von „tiefste(m) Leiden, Kampf, Nachdenken, Ruhe“. Im Frühling 1802 blickt sie „nach überstandner Prüfung“ (13), in Weimar ansässig geworden, zuversichtlich in die Zukunft, wissentlich, „dass ich dabei mein Leben wage, aber ist es zu viel, wenn man um zu leben, ein Leben wagt, ohne dem kein Leben ist?“ (14)

Auch die Weimarer Jahre sind von unablässiger schriftstellerischer Arbeit geprägt, sodass es ihr durch Produktivität und Erfolg gelingt, sich eine eigene ökonomisch gesicherte Existenz aufzubauen. In dieser artikuliert sie ihr Selbstverständnis als Dichterin; die Schriftstellerei ist für sie kein Dilettieren, sondern ihr „Beruf“ (15). Zugleich thematisiert sie in ihrem Werk aber auch die ablehnende Haltung der Gesellschaft gegenüber publizierenden Frauen: „Sie sollen nichts als leben und – lieben.“ (16) Wie bereits in der Vergangenheit stehen dem Wunsch nach einem absoluten Aufgehen im Poetischen die praktischen Erfordernisse des Alltags entgegen. Als geschiedene Frau mit einem Unterhalt von 200 Talern ist sie darauf angewiesen, von ihrer „Schriftstellerei allen möglichen Erwerb zu ziehen“ (17), um für sich und ihre Tochter zu sorgen. Daher konzentriert sie sich neben dem Verfassen von eigenen Werken auch auf Übersetzungen sowie einer Tätigkeit als Herausgeberin. Ihren bereits 1795 gefassten Plan, eines eigenen, ausschließlich an ein weibliches Publikum gerichtetes Journal, verwirklicht sie 1801 mit „Kalathiskos“.

Gefällte Linden, tote Kinder

„Lebe der Liebe und liebe das Leben“ (18), diese Maxime zieht sich leitmotivisch durch ihr gesamtes Werk und ihren bedeutendsten Briefwechsel – sein Adressat: Clemens Brentano. Mit Bekanntwerden ihrer Schwangerschaft im Oktober 1803 willigt sie in die Legalisierung der seit 1798 andauernden Liebesbeziehung mit dem Dichter ein. „Ohne Kind ist die Ehe unbegreiflich, mit diesem Segen aber ist sie Gottes Segen“ (19), bekundet das Ehepaar Brentano – das gemeinsam nach Heidelberg geht – seine Ehrfurcht vor dem neuen Leben. Doch die beiden gemeinsamen Kinder Achim (1804) und Joachime (1805) sterben nur wenige Wochen nach der Geburt. Sophies Erstgeborener, Gustav, ist bereits im Januar 1800 verstorben, ihr bleibt die 1797 geborene Tochter Hulda. „Sind denn die Menschen wie die Blüten eines großen Baums? Viele blühen, wenige reifen zu Früchten, (...), nur wenige erhalten sich und gebähren neue Geschlechter“, reflektiert sie in ihrem Tagebuch den wiederholt zu verarbeitenden Tod eines Kindes und die zunehmende „Ermüdung der Seele, von der schweren, traurigen Anstrengung, die sie erlitten“ (20). In Ihrem letzten Eintrag am 30. Oktober 1806 betrauert Sophie Brentano die gefällten Linden auf dem Heidelberger Schlossberg, die sie vom Fenster ihrer Wohnung aus sehen konnte; „ (…), dein grünes vollendetes Leben“ (21). Es ist der Tag vor der Geburt ihres fünften Kindes, die Mutter und Kind nicht überleben sollen. Sandra Krämer M.A.

Sandra.Kraemer@studium.uni-hamburg.de

Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/pp/lit0320

1.
Sophie Mereau: Tagebuch Frühjahr 1794. In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau-Brentano: „Wie sehn’ ich mich hinaus in die freie Welt“. Tagebuch, Betrachtungen und vermischte Prosa. München 1997; 9. (Sophie Mereaus Tagebucheinträge [teilweise undatiert und unvollständig, vor allem von den Jahren 1795/96] sowie ihre autobiografisch-literarischen Aufzeichnungen wurden von Katharina von Hammerstein unter den Rubrikbezeichnungen Tagebuch, Betrachtungen und Fragmente in oben genanntem Werk zusammengestellt; im Folgenden: Tb; Notat vom [...])
2.
Poel G (Hg.): Johann Georg Rists Lebenserinnerungen. Erster Theil, Gotha 1880 (Nachdruck Hamburg 1908); 68.
3.
Brief Sophie Mereau an Clemens Brentano vom 24. November 1799. In: von Gersdorff D (Hg.): „Lebe der Liebe und liebe das Leben“ – Der Briefwechsel von Clemens Brentano und Sophie Mereau. Frankfurt a. M.; 84–85; hier 85/Tb Notat o. Dohne Datum Mereau-Brentano: Tagebuch; 126 (Betrachtungen Nr. 74).
4.
Sophie Mereau an Johann Heinrich Kipp am 7. November 1795 aus Jena. In: Dechant A: „Harmonie stiftete unsre Liebe, Phantasie hob sie zur Begeisterung und Vernunft heiligte sie mit dem Siegel der Wahrheit” – Der Briefwechsel zwischen Sophie Mereau und Johann Heinrich Kipp. Frankfurt a. M.; 346–348; hier 347.
5.
Mereau S: Das Blütenalter der Empfindung (1794). In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau-Brentano: „Lieben und allenthalben Liebe” – Werke und autobiographische Schriften. Bd. 1: Das Blütenalter der Empfindung. Amanda und Eduard. Romane. München 1997; 42.
6.
Brief Friedrich Schiller an Johann Wolfgang von Goethe am 18./19. Oktober 1796 aus Jena. In: Schillers Werke. Nationalausgabe. Im Auftrag des Goethe- und Schiller-Archivs, des Schiller-Nationalmuseums und der Deutschen Akademie hrsg. von Julius Petersen und Gerhard Fricke [...] Weimar 1943 ff. Bd. 28; 315.
7.
Tb; Notat Frühjahr 1794. In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau: Tagebuch; 10.
8.
Brief Sophie Mereau an Johann Heinrich Kipp am 21. Juli 1795 aus Jena. In: Dechant A: Harmonie; 254.
9.
Tb; Notat vom 28. Juni 1796. In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau Tagebuch; 14.
10.
Brief Sophie Mereau an Johann Heinrich Kipp am 15. Januar 1796 aus Jena. In: Dechant A: Harmonie; 379–381; hier 380.
11.
Ebd.
12.
Mereau S: Amanda und Eduard. Ein Roman in Briefen (1803). In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau-Brentano: „Lieben und allenthalben Liebe” – Werke und autobiographische Schriften. Bd. 1: Das Blütenalter der Empfindung. Amanda und Eduard. Romane. München 1997.
13.
Tb; Notat o. D. In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau Tagebuch; 62.
14.
Brief Sophie Mereau an Clemens Brentano im November 1801. In: von Gersdorff D (Hg.): Lebe und Liebe; 87.
15.
Tb; Notat vom 9. Dezember 1796. In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau Tagebuch. Vgl. hierzu die ausführliche Inhaltsanalyse der Tagebucheinträge hinsichtlich der Einordnung der schriftstellerischen Tätigkeit seitens der Autorin selbst. Horn K: Muth zu mir selbst. Das Tagebuch Sophie Mereaus als historisches Selbstzeugnis. In: von Hammerstein K; Horn K (Hg.): Sophie Mereau. Verbindungslinien in Zeit und Raum. Heidelberg 2008; 197–228; hier 218 ff.
16.
Mereau S: Amanda und Eduard. Ein Roman in Briefen (1803). In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau-Brentano: „Lieben und allenthalben Liebe” – Werke und autobiographische Schriften. Bd. 1: Das Blütenalter der Empfindung. Amanda und Eduard. Romane. München 1997; 117.
17.
Brief Sophie Mereau an Friedrich Pierer ohne Ortsangabe, ohne Datum, (vermutlich Mitte 1801). In: Schwarz G: Literarisches Leben und Sozialstrukturen um 1800. Zur Situation von Schriftstellerinnen am Beispiel von Sophie Brentano-Mereau. Frankfurt a. M. 1991; 200.
18.
Brief Sophie Mereau an Clemens Brentano am 24. November 1799. In: von Gersdorff D (Hg.): Lebe der Liebe; 85.
19.
Brief Clemens Brentano am 13./14. August 1805. In: Ebd.; 353.
20.
Tb; Notat vom 26. Juli 1805. In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau Tagebuch; 84.
21.
Tb; Notat vom 30. Oktober 1806. In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau Tagebuch; 95.
22.
[Zitat in Artikelüberschrift: Tb; Notat vom 1. Januar 1799. In: von Hammerstein K (Hg.): Tagebuch; 51. / Zitat in vorletzter Zwischenüberschrift: Tb; Notat vom 11. März 1798. In: von Hammerstein K (Hg.): Tagebuch; 36.]
23.
Augart J: Eine romantische Liebe in Briefen. Zur Liebeskonzeption im Briefwechsel von Sophie Mereau und Clemens Brentano. Würzburg 2006/di Bartolo J: Selbstbestimmtes Leben um 1800. Sophie Mereau, Johanna Schopenhauer und Henriette von Egloffstein in Weimar-Jena. Heidelberg 2008/Becker-Cantarino B: Schriftstellerinnen der Romantik. Epoche – Werk – Wirkung. München 2000/Frindte J: Handlungsspielräume von Frauen in Weimar-Jena um 1800. Sophie Mereau, Johanna Schopenhauer und Henriette von Egloffstein. Jena 2005/von Gersdorff D: Dich zu lieben kann ich nicht verlernen. Das Leben der Sophie Brentano-Mereau. Frankfurt a. M. 2006 / von Hammerstein K: Sophie Mereau-Brentano: Freiheit – Liebe – Weiblichkeit. Trikolore sozialer und individueller Selbstbestimmung um 1800. Heidelberg 1994/von Hammerstein K; Horn K (Hg.): Sophie Mereau. Verbindungslinien in Zeit und Raum. Heidelberg 2008/Hannemann B: Weltliteratur für Bürgertöchter. Die Übersetzerin und Herausgeberin Sophie Mereau (1770–1806). Göttingen 2005/Schwarz G: Literarisches Leben und Sozialstrukturen um 1800. Zur Situation von Schriftstellerinnen am Beispiel von Sophie Brentano-Mereau. Frankfurt a. M. 1991.
1. Sophie Mereau: Tagebuch Frühjahr 1794. In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau-Brentano: „Wie sehn’ ich mich hinaus in die freie Welt“. Tagebuch, Betrachtungen und vermischte Prosa. München 1997; 9. (Sophie Mereaus Tagebucheinträge [teilweise undatiert und unvollständig, vor allem von den Jahren 1795/96] sowie ihre autobiografisch-literarischen Aufzeichnungen wurden von Katharina von Hammerstein unter den Rubrikbezeichnungen Tagebuch, Betrachtungen und Fragmente in oben genanntem Werk zusammengestellt; im Folgenden: Tb; Notat vom [...])
2. Poel G (Hg.): Johann Georg Rists Lebenserinnerungen. Erster Theil, Gotha 1880 (Nachdruck Hamburg 1908); 68.
3. Brief Sophie Mereau an Clemens Brentano vom 24. November 1799. In: von Gersdorff D (Hg.): „Lebe der Liebe und liebe das Leben“ – Der Briefwechsel von Clemens Brentano und Sophie Mereau. Frankfurt a. M.; 84–85; hier 85/Tb Notat o. Dohne Datum Mereau-Brentano: Tagebuch; 126 (Betrachtungen Nr. 74).
4. Sophie Mereau an Johann Heinrich Kipp am 7. November 1795 aus Jena. In: Dechant A: „Harmonie stiftete unsre Liebe, Phantasie hob sie zur Begeisterung und Vernunft heiligte sie mit dem Siegel der Wahrheit” – Der Briefwechsel zwischen Sophie Mereau und Johann Heinrich Kipp. Frankfurt a. M.; 346–348; hier 347.
5. Mereau S: Das Blütenalter der Empfindung (1794). In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau-Brentano: „Lieben und allenthalben Liebe” – Werke und autobiographische Schriften. Bd. 1: Das Blütenalter der Empfindung. Amanda und Eduard. Romane. München 1997; 42.
6. Brief Friedrich Schiller an Johann Wolfgang von Goethe am 18./19. Oktober 1796 aus Jena. In: Schillers Werke. Nationalausgabe. Im Auftrag des Goethe- und Schiller-Archivs, des Schiller-Nationalmuseums und der Deutschen Akademie hrsg. von Julius Petersen und Gerhard Fricke [...] Weimar 1943 ff. Bd. 28; 315.
7. Tb; Notat Frühjahr 1794. In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau: Tagebuch; 10.
8. Brief Sophie Mereau an Johann Heinrich Kipp am 21. Juli 1795 aus Jena. In: Dechant A: Harmonie; 254.
9. Tb; Notat vom 28. Juni 1796. In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau Tagebuch; 14.
10. Brief Sophie Mereau an Johann Heinrich Kipp am 15. Januar 1796 aus Jena. In: Dechant A: Harmonie; 379–381; hier 380.
11. Ebd.
12. Mereau S: Amanda und Eduard. Ein Roman in Briefen (1803). In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau-Brentano: „Lieben und allenthalben Liebe” – Werke und autobiographische Schriften. Bd. 1: Das Blütenalter der Empfindung. Amanda und Eduard. Romane. München 1997.
13. Tb; Notat o. D. In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau Tagebuch; 62.
14. Brief Sophie Mereau an Clemens Brentano im November 1801. In: von Gersdorff D (Hg.): Lebe und Liebe; 87.
15. Tb; Notat vom 9. Dezember 1796. In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau Tagebuch. Vgl. hierzu die ausführliche Inhaltsanalyse der Tagebucheinträge hinsichtlich der Einordnung der schriftstellerischen Tätigkeit seitens der Autorin selbst. Horn K: Muth zu mir selbst. Das Tagebuch Sophie Mereaus als historisches Selbstzeugnis. In: von Hammerstein K; Horn K (Hg.): Sophie Mereau. Verbindungslinien in Zeit und Raum. Heidelberg 2008; 197–228; hier 218 ff.
16. Mereau S: Amanda und Eduard. Ein Roman in Briefen (1803). In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau-Brentano: „Lieben und allenthalben Liebe” – Werke und autobiographische Schriften. Bd. 1: Das Blütenalter der Empfindung. Amanda und Eduard. Romane. München 1997; 117.
17. Brief Sophie Mereau an Friedrich Pierer ohne Ortsangabe, ohne Datum, (vermutlich Mitte 1801). In: Schwarz G: Literarisches Leben und Sozialstrukturen um 1800. Zur Situation von Schriftstellerinnen am Beispiel von Sophie Brentano-Mereau. Frankfurt a. M. 1991; 200.
18. Brief Sophie Mereau an Clemens Brentano am 24. November 1799. In: von Gersdorff D (Hg.): Lebe der Liebe; 85.
19. Brief Clemens Brentano am 13./14. August 1805. In: Ebd.; 353.
20. Tb; Notat vom 26. Juli 1805. In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau Tagebuch; 84.
21. Tb; Notat vom 30. Oktober 1806. In: von Hammerstein K (Hg.): Sophie Mereau Tagebuch; 95.
22. [Zitat in Artikelüberschrift: Tb; Notat vom 1. Januar 1799. In: von Hammerstein K (Hg.): Tagebuch; 51. / Zitat in vorletzter Zwischenüberschrift: Tb; Notat vom 11. März 1798. In: von Hammerstein K (Hg.): Tagebuch; 36.]
23. Augart J: Eine romantische Liebe in Briefen. Zur Liebeskonzeption im Briefwechsel von Sophie Mereau und Clemens Brentano. Würzburg 2006/di Bartolo J: Selbstbestimmtes Leben um 1800. Sophie Mereau, Johanna Schopenhauer und Henriette von Egloffstein in Weimar-Jena. Heidelberg 2008/Becker-Cantarino B: Schriftstellerinnen der Romantik. Epoche – Werk – Wirkung. München 2000/Frindte J: Handlungsspielräume von Frauen in Weimar-Jena um 1800. Sophie Mereau, Johanna Schopenhauer und Henriette von Egloffstein. Jena 2005/von Gersdorff D: Dich zu lieben kann ich nicht verlernen. Das Leben der Sophie Brentano-Mereau. Frankfurt a. M. 2006 / von Hammerstein K: Sophie Mereau-Brentano: Freiheit – Liebe – Weiblichkeit. Trikolore sozialer und individueller Selbstbestimmung um 1800. Heidelberg 1994/von Hammerstein K; Horn K (Hg.): Sophie Mereau. Verbindungslinien in Zeit und Raum. Heidelberg 2008/Hannemann B: Weltliteratur für Bürgertöchter. Die Übersetzerin und Herausgeberin Sophie Mereau (1770–1806). Göttingen 2005/Schwarz G: Literarisches Leben und Sozialstrukturen um 1800. Zur Situation von Schriftstellerinnen am Beispiel von Sophie Brentano-Mereau. Frankfurt a. M. 1991.

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