ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2020Substitutionsbehandlung: Viel zu hohe Hürden
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Zunächst einmal vielen Dank dafür, dass Sie sich dieses Themas überhaupt angenommen haben. Allerdings: „Nur wenige Patienten“ ist bereits ein Euphemismus, abgesehen von ganz wenigen Orten ist die Diamorphinbehandlung für deutsche Heroinabhängige so gut wie nicht vorhanden! Schon die bloße Substitutionsbehandlung bricht doch in der Fläche mangels Ärzten bereits zusammen!

Außer in Großstädten sind in der Regel die Fallzahlen zu gering, um die Behandlung überhaupt annähernd kostendeckend bei 12/7 ärztliche Betreuung an 365 Tagen im Jahr anbieten zu können.

Um eine Diamorphinvergabestelle „auf Kante genäht“ kostendeckend zu betreiben, sind mindestens 70 Fälle erforderlich, die vielerorts einfach nicht zu erwarten sind.

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Die Hürden vor einer Diamorphinbehandlung sind einfach viel zu hoch, um diese wertvolle Therapieoption überhaupt in allen 82 Großstädten mit mehr als 100 000 Einwohnern anbieten zu können.

Ulrich Hammerla, 46045 Oberhausen

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