ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2020Dietrich Niethammer †: Verlust eines herausragenden Pädiaters

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Dietrich Niethammer †: Verlust eines herausragenden Pädiaters

Dtsch Arztebl 2020; 117(11): A-557 / B-481

Spielberg, Petra

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Dietrich Niethammer, Foto: dgkj
Dietrich Niethammer, Foto: dgkj

Der ehemalige Leiter der Tübinger Kinderklinik, Prof. Dr. med. Dietrich Niethammer, ist Anfang Februar im Alter von 80 Jahren gestorben. Niethammer war einer der herausragenden Vertreter der deutschen und internationalen Kinderheilkunde und hat zugleich Bedeutendes auf dem Gebiet der pädiatrischen Hämatologie und Onkologie geleistet.

1975 führte Niethammer eine der ersten allogenen Knochenmarkstransplantationen in Deutschland durch. Er setzte sich ferner zeitlebens, entgegen der gängigen Praxis, für einen offenen und ehrlichen Umgang mit dem Tod von Kindern und Jugendlichen ein.

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Niethammer absolvierte sein humanmedizinisches Studium in Tübingen, Wien und München. Während seiner Facharztweiterbildung zum Pädiater an der Universitätskinderklinik in Ulm spezialisierte sich Niethammer auf die Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen bei Kindern. 1978 erhielt er den Ruf auf eine Professur für Pädiatrische Hämatologie in Tübingen. 1986 übernahm er dort bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2005 die Professur für Kinderheilkunde. Von 1989 bis 2005 leitete er die Tübinger Kinderklinik. Niethammer gehörte darüber hinaus der Ethikkommission der Bundes­ärzte­kammer an. Als Mitglied und später Vorsitzender des Ausschusses Medizin des Wissenschaftsrates war er einer der zentralen Akteure in der Entwicklung der Hochschulmedizin im wiedervereinigten Deutschland. Für seine Leistungen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. Petra Spielberg

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