ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2020Gesundheitsfachberufe: Bund und Länder wollen Berufsgesetze reformieren

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Gesundheitsfachberufe: Bund und Länder wollen Berufsgesetze reformieren

Beerheide, Rebecca

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Die Ge­sund­heits­mi­nis­ter der Länder sowie das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) haben sich auf ein gemeinsames Eckpunktepapier zur künftigen Ausbildung von Gesundheitsfachberufen verständigt. Demnach soll für alle Berufe das Schulgeld abgeschafft und stattdessen eine angemessene Ausbildungsvergütung gezahlt werden. Eine konkrete Finanzierung dafür steht noch aus. Es solle eine Lösung in einer „gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten, insbesondere von Sozialversicherungsträgern, Ländern und dem Bund“ gefunden werden. Zusätzlich sollen bei einigen Berufen die Berufsgesetze reformiert sowie die Ausbildungen durchlässiger gestaltet werden, sodass auch eine akademische Ausbildung möglich ist. Bei der Akademisierung soll es Möglichkeiten geben, dass einzelne Berufe auch teilweise akademisiert werden. Dafür sollen für jeden Beruf die jeweiligen Aus- und Weiterbildungen gesondert überprüft werden. Von der Anpassung der Ausbildung im Punkt Akademisierung versprechen sich Bund und Länder, dass es zu einer „möglichen Einführung eines Direktzuganges“ auch die „Übertragung einer deutlich erhöhten Verantwortung auf die betreffenden Angehörigen der Gesundheitsfachberufe einher“ gehe. Damit könnten Patienten ohne die vorherige Überweisung durch einen Arzt die Leistungen der Gesundheitsfachberufe wahrnehmen. Einzelne Modellprojekte dazu sollen demnächst evaluiert werden. Die nun erstellten Eckpunkte sollen „als Grundlage für die angestrebte Neuordnung und Stärkung der Gesundheitsfachberufe dienen und stellen somit eine wesentliche Basis für notwendige gesetzliche Änderungen dar.“ bee

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