VARIA: Personalien

Geburtstage

Dtsch Arztebl 1996; 93(4): A-205 / B-177 / C-165

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LNSLNS Prof. Dr. med. Dr. med. h. c. Hans Joachim Sewering, niedergelassener Internist/ Lungen- und Bronchialheilkunde, Dachau, wird am 30. Januar 80 Jahre alt.
Sewering, heute Ehrenpräsident der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer, München, war mehr als 40 Jahre in der ärztlichen Berufspolitik und in der Gesundheitspolitik aktiv.
Geboren in Bochum, studierte er in München und Wien von 1934 bis 1941 Medizin. Nach Staatsexamen und Promotion und anschließender Tätigkeit als Arzt im Krankenhaus ließ er sich 1947 in Dachau in eigener Praxis nieder. Schon in dieser Zeit begann sein berufspolitisches Engagement – bereits 1951 wurde er in den Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns gewählt, deren Vorstandsvorsitzender er von 1972 bis 1992 ununterbrochen war. In dieser Funktion sowie als Mitglied der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (von 1952 bis 1992) und als Mitglied des Länderausschusses hat Sewering das Kassenarztrecht wesentlich mitgestaltet und fortentwickelt. Von 1955 bis 1991 war Sewering Präsident der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer und Mitglied des Vorstandes der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), von 1959 bis 1973 deren Vizepräsident und von 1973 bis 1978 Präsident der Bundes­ärzte­kammer und des Deutschen Ärztetages. 1991 wurde er nach 36jähriger Mitwirkung im Vorstand der BÄK zu dessen Ehrenmitglied gewählt. Große Verdienste erwarb sich Sewering um die Gestaltung der ärztlichen Weiterbildung in Deutschland; als Vorsitzender der Weiterbildungsgremien der Bundes­ärzte­kammer von 1957 bis 1991 hat er die tragenden Grundlegungen für die mit der Entwicklung der Medizin verbundene Differenzierung ebenso wie für die dadurch notwendige Kooperation der Ärzte verschiedener Fachrichtungen geschaffen. Im internationalen Bereich hat sich Hans Joachim Sewering seit Gründung des Ständigen Ausschusses der Ärzte der EG im Jahr 1959 als Mitglied der deutschen Delegation sowie von 1965 bis 1968 als Generalsekretär dieses Ausschusses für die Harmonisierung des Weiterbildungsrechtes in den Mitgliedsstaaten durch gegenseitige Anerkennung der Diplome und für die Sicherung der Migrationsfreiheit sowie für die Wahrung ethischer Grundnormen ärztlichen Handelns durch die Gestaltung des Berufsrechts eingesetzt. Seit 1959 war er Mitglied der deutschen Delegation zu den Vollversammlungen des Weltärztebundes (WMA). Im Vorstand dieser Organisation wirkte er seit 1966, dessen Schatzmeister war er seit 1971.
Als Vertreter der Gruppe der Freien Berufe ist Sewering seit 1971 Mitglied des Bayerischen Senats. 1968 wurde er zum Honorarprofessor für Sozialmedizin und ärztliche Rechts- und Berufskunde ernannt. 1985 erhielt er die Ehrendoktorwürde der TU München.


Prof. Dr. med. Gerhard Riecker, emeritierter Direktor der Medizinischen Klinik I am Klinikum Großhadern der Universität München, wird am 2. Februar 70 Jahre alt. Gerhard Riecker begann seine berufliche und wissenschaftliche Karriere nach der Promotion zum Dr. med. (1951) zunächst am Pharmakologischen Institut der Universität Heidelberg (1951/ 52). Dann wechselte er an das Physiologische Institut der Universität Marburg und dann an die Medizinische Poliklinik dieser Universität. Von 1956 bis 1968 arbeitete Riecker an der I. Medizinischen Klinik der Universität München. 1960 legte er die Prüfung zum Facharzt für Innere Medizin ab und wurde im selben Jahr zum Privatdozenten für Innere Medizin ernannt. Leitender Oberarzt an der I. Medizinischen Klinik in München war er von 1963 bis 1968; 1966 ist er zum außerplanmäßigen Professor ernannt worden. 1968 wurde er auf den Lehrstuhl für Innere Medizin II an der Universität Göttingen und 1972 auf den Lehrstuhl für Innere Medizin und als Direktor der Medizinischen Poliklinik an der Universität Bonn berufen. 1974 wechselte Professor Riecker auf den Lehrstuhl für Innere Medizin und als Direktor der Medizinischen Klinik I an das Klinikum Großhadern der Universität München, wo er im März 1994 emeritiert wurde. Professor Riecker hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten publiziert; auch in der ärztlichen Fortbildung war er aktiv. EB

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