ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2020Randnotiz: Klopapier ist (noch) genug da

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Randnotiz: Klopapier ist (noch) genug da

Maybaum, Thorsten

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In der vergangenen Woche haben sich zahlreiche Menschen in Deutschland wegen der Sorge einer Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 und der neuen Lungenerkrankung COVID-19 mit einem Vorrat an Lebensmitteln und notwendigen alltäglichen Dingen eingedeckt. Kurzfristig die Zutaten für eine Lasagne zu bekommen, gestaltete sich schwierig. Tomatendosen und Nudelwaren schienen äußerst beliebt. Das gehe schon seit Tagen so, erklärte eine liebenswerte und kaum genervte Verkäuferin auf Nachfrage. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) versicherte ja zuletzt, die Regale seien alle längst wieder aufgefüllt. Das wird sich dann beim nächsten Einkauf zeigen. Beim letzten Mal war zumindest noch genügend Klopapier da. Doch auch, wenn es da mal etwas knapper werden sollte, müsste die Devise gelten. Teilen, Ruhe bewahren und nicht handgreiflich werden. In Australien ist das nicht allen Menschen gelungen. Dort hatte der wegen der SARS-CoV-2-Epidemie ausgelöste Ansturm auf Klopapier für einen Polizeieinsatz gesorgt. Die Beamten waren in einen Supermarkt in der Stadt Tamworth gerufen worden, nachdem ein Kunde handgreiflich geworden war. Die Polizisten mussten demnach einen Elektroschocker gegen den Mann einsetzen, der Berichten zufolge einen anderen Kunden sowie einen Supermarktmitarbeiter im Streit um eine Packung Toilettenpapier angegriffen haben soll. Die Supermarktkette rationiert Klopapier seitdem. Die Boulevardzeitung Northern Territory News brachte dazu eine Sonderbeilage mit mehreren weißen Seiten zum Herausnehmen für den äußersten Notfall.

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