ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2020Hypertonie: Bluthochdruck in Ostdeutschland besonders häufig

AKTUELL

Hypertonie: Bluthochdruck in Ostdeutschland besonders häufig

Hillienhof, Arne

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Einfluss auf die Hypertoniehäufigkeit hat auch die sozioökonomische Struktur einer Region. Foto: picture alliance/Jochen Lübke/dpa
Einfluss auf die Hypertoniehäufigkeit hat auch die sozioökonomische Struktur einer Region. Foto: picture alliance/Jochen Lübke/dpa

Immer mehr Menschen in Deutschland haben einen Bluthochdruck. Die Zahl der gesetzlich krankenversicherten Patienten in Deutschland mit diagnostizierter Hypertonie ist zwischen 2009 und 2018 von fast 17 Millionen auf gut 19 Millionen gestiegen. Das zeigt eine Analyse des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi). Die Wissenschaftler haben dafür krankenkassenübergreifende vertragsärztliche Abrechnungsdaten für die Jahre 2009 bis 2018 auf Bundesebene, pro Bereich der Kassenärztlichen Vereinigungen und nach Kreisen ausgewertet. Als Hypertoniker zählten sie Patienten, die in mindestens zwei Quartalen eines Kalenderjahres eine als gesichert codierte Hypertoniediagnose aufwiesen. Danach wird Bluthochdruck in Ostdeutschland mit einer Prävalenz von 36 Prozent besonders häufig diagnostiziert. In Westdeutschland liegt diese laut der Untersuchung bei 25 Prozent. Korrigiert man die Berechnung um den Einfluss der unterschiedlichen Altersstruktur zwischen West und Ost, so verringert sich der Unterschied auf sechs Prozentpunkte (West: 24 Prozent, Ost: 30 Prozent). Neben der Altersstruktur sind auch sozioökonomische Unterschiede zwischen den Regionen mitverantwortlich für die unterschiedlichen Prävalenzen: Hypertonie trete in solchen Kreise häufiger auf, in denen vermehrt Menschen mit geringem soziökonomischem Status lebten. hil

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema