ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2020Soziale Pflegeversicherung: Beitragserhöhung sorgt für höhere Rücklagen

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Soziale Pflegeversicherung: Beitragserhöhung sorgt für höhere Rücklagen

Dtsch Arztebl 2020; 117(11): A-524 / B-450

dpa; afp; KNA

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Für eine Reform der Pflegefinanzierung will die Regierung bis zur Jahresmitte Pläne vorlegen. Foto: picture alliance/Christophe Gateau/dpa
Für eine Reform der Pflegefinanzierung will die Regierung bis zur Jahresmitte Pläne vorlegen. Foto: picture alliance/Christophe Gateau/dpa

Die soziale Pflegeversicherung hat das vergangene Jahr mit einem Plus von 3,3 Milliarden Euro abgeschlossen. Der Mittelbestand habe sich laut Geschäftsstatistik der Pflegekassen 2019 auf 6,7 Milliarden Euro gegenüber 3,4 Milliarden Euro am Ende des Jahres 2018 erhöht, wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) schreibt. Es beruft sich dabei auf eine Antwort des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann (Linke). Die Rücklagen entsprechen demnach knapp 1,9 Monatsausgaben. Das Plus im vergangenen Jahr erklärt sich allein durch die Anfang 2019 erfolgte Beitragssatzerhöhung um 0,5 Prozentpunkte auf 3,05 Prozent für Versicherte mit Kindern sowie auf 3,3 Prozent für Kinderlose. Die erwarteten Einnahmen durch diese Erhöhung habe die Bundesregierung auf rund 7,6 Milliarden Euro pro Jahr beziffert. Zimmermann sagte, grundsätzlich sei die Pflege in Deutschland unterfinanziert. Viele Menschen könnten die Eigenanteile nicht bezahlen und müssten Hilfe zur Pflege beantragen. Ein Sprecher des Spitzenverbands der Pflegekassen erklärte, die Einführung eines Bundeszuschusses sei „überfällig“. Die private Pflegeversicherung verfügt dem BMG zufolge über erhebliche Altersrückstellungen. Zahlen für das vergangene Jahr lägen jedoch nicht vor. Den Angaben zufolge beliefen sich die Rückstellungen 2018 auf knapp 36,2 Milliarden Euro. dpa/afp/kna

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