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Wir danken den Autoren des Leserbriefs für die Hinweise und Anregungen zu weiterführenden Analysen. Ziel der Studie war neben der Darstellung von Inzidenz und Prävalenz von Schlaganfallereignissen, die Analyse der Rezidivhäufigkeit und Mortalität nach inzidentem Schlaganfall (1). Wir stimmen den Autoren zu, dass grundsätzlich noch detailliertere und stratifiziertere Analysen möglich sind. Neben der angeführten Berücksichtigung eines Intensivaufenthalts wäre weiterhin auch die Berücksichtigung der Auswirkungen von Begleiterkrankungen relevant. Wir nehmen die Hinweise gern auf und werden diese bei zukünftigen Analysen berücksichtigen. Besonders ein Vergleich der qualitativen Versorgungssituation und der Behandlungsergebnisse im Zeitverlauf erscheint interessant. Mit der Nutzung von Routinedaten sind verschiedene Limitationen verbunden, die ausführlich diskutiert wurden. Eine ist die verwendete Rezidiv-Definition, die sich an internationalen Studien orientiert, jedoch zu einer Unterschätzung der Rezidivhäufigkeit führen könnte. Weiterhin sind in den Abrechnungsdaten keine Informationen zur Schwere des Schlaganfalls und zu weiteren klinischen Informationen vorhanden.

Im Rahmen einer ergänzenden Analyse wurde die Behandlung in einer Stroke Unit in das Regressionsmodell zum Outcome-Rezidiv ergänzt. Es zeigte sich, dass die Behandlung in einer Stroke Unit das Rezidivrisiko nicht signifikant beeinflusst (Hazard-Ratio: 0,966; p = 0,439). Die Daten ergaben ferner, dass die Behandlung der verschiedenen Schlaganfalltypen in einer Stroke Unit unterschiedlich häufig erfolgt ist. Während bei Hirninfarkten (I63) mehr als die Hälfte aller Betroffenen (54,8 %) in einer Stroke Unit versorgt wurden, war bei Blutungsereignissen (I60: 10,8 %; I61: 34,4 %; I62: 7,8 %) und kryptogenen Schlaganfällen (I64: 18,6 %) ein deutlich geringerer Anteil zu verzeichnen.

DOI: 10.3238/arztebl.2020.0211b

Für die Autoren
Dr. PH Jona T. Stahmeyer
Stabsbereich Versorgungsforschung
AOK Niedersachsen, Hannover
Jona.Stahmeyer@nds.aok.de

Interessenkonflikt
Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Stahmeyer JT, Stubenrauch S, Geyer S, Weissenborn K, Eberhard S: The frequency and timing of recurrent stroke—an analysis of routine health insurance data. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 711–7 VOLLTEXT
1.Stahmeyer JT, Stubenrauch S, Geyer S, Weissenborn K, Eberhard S: The frequency and timing of recurrent stroke—an analysis of routine health insurance data. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 711–7 VOLLTEXT

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