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Dtsch Arztebl 2020; 117(12): A-612

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Apalutamid als alternative Therapieoption für das mHSPC – Der orale Androgenrezeptorinhibitor Erleada® (Apalutamid, Janssen-Cilag) ist zum Einsatz beim metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC) zugelassen worden. Er darf in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) bei mHSPC-Patienten ohne vorherige Stratifizierung eingesetzt werden.

In der zulassungsrelevanten TITAN-Studie verbesserte die Kombination aus Apalutamid und ADT gegenüber der alleinigen ADT das Gesamtüberleben um 33 %. Nach 22,7 Monaten lebten noch 82,4 % versus 73,5 % der Patienten. Apalutamid verlängerte die Zeit bis zum Beginn einer Chemotherapie um 62 % und reduzierte das Risiko für einen PSA-Progress um 74 %.

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Es wurden signifikant weniger Androgenrezeptormutationen beobachtet, was möglicherweise das signifikant längere progressionsfreie Überleben über 2 Therapielinien der Patienten mit Apalutamid erklären könnte. Dieser Vorteil zeigte sich sowohl bei anschließender Docetaxel-Chemotherapie als auch antihormoneller Abirateron/P-Therapie. Zu den häufigsten schweren Nebenwirkungen gehörten reversible Hautausschläge (6,3 %). Insgesamt waren die Nebenwirkungsprofile mit und ohne Apalutamid vergleichbar. kut

Quelle: Pressegespräch „Erleada®: Neue, gut wirksame und gut verträgliche Therapieoption für ein breites Spektrum von mHSPC-Patienten“, Neuss, 27. Februar 2020; Veranstalter: Janssen-Cilag GmbH

Zulassungserweiterung für Maviret® bei therapienaiven Hepatitis-C-Patienten – Maviret® (Glecaprevir/Pibrentasvir, AbbVie) ist ab sofort als 8-Wochen-Therapie zur 1-mal täglichen Anwendung für therapienaive Patienten mit chronischer Hepatitis C (HCV) und kompensierter Zirrhose für alle Genotypen (GT1–6) zugelassen. Die Zulassungserweiterung basiert auf den Ergebnissen der Phase-IIIb-Studie EXPEDITION-8. Fast alle der 335 Patienten (99,7 %; 95-%-KI [98,3–99,9]) erreichten in der Per-Protocol-Analyse eine virologische Heilung (= anhaltendes virologisches Ansprechen 12 Wochen nach Behandlungsende).

Häufige unerwünschte Ereignisse (≥ 5 %) waren Müdigkeit (9 %), Juckreiz (8 %), Kopfschmerzen (8 %) und Übelkeit (6 %). Für therapienaive Patienten ohne Zirrhose ist Maviret bereits unabhängig vom Genotyp als 8-Wochen-Therapie zugelassen. nec

Quelle: Pressemitteilung von AbbVie, 9. März 2020

Dupilumab im vollautomatischen Fertigpen verfügbar – Seit dem 1. März ist der Anti-IL-4/IL-13 Antikörper Dupilumab (Dupixent®, Sanofi Genzyme), der durch duale Blockade die Signalwege von IL-4 und IL-13 hemmt, als Fertigpen verfügbar. Dupilumab ist in der EU für 3 Erkrankungen mit Typ-2-Inflammation zugelassen: mittelschwere bis schwere atopische Dermatitis, schweres unkontrolliertes Asthma und schwere chronische Rhinosinusitis mit nasaler Polyposis.

Der monoklonale Antikörper wird alle 2 Wochen subkutan injiziert. Bisher stand Dupilumab als Fertigspritze mit automatischem Sicherheitssystem zur Verfügung. Durch die Einführung des vollautomatischen Fertigpens wird die Selbstinjektion des Biologikums dem Hersteller zufolge für die Patienten erleichtert. nec

Quelle: Pressemitteilung von Sanofi Genzyme, 2. März 2020

Heimselbsttherapie mit Respreeza® bei A1-AT-Mangel – Bei der seltenen Lungenkrankheit Alpha-1-Antitrypsin-(A1-AT-)Mangel ist eine ärztlich kontrollierte Heimselbsttherapie mit dem humanen A1-AT-Präparat Respreeza® (CSL Behring) möglich.

Um Patienten den Übergang in die Heimselbsttherapie zu erleichtern, können Ärzte das Trainingsprogramm MyAlpha1® nutzen. Das durch CSL Behring initiierte und zusammen mit Pneumologen, Krankenschwestern und Patienten entwickelte modulare Programm beinhaltet Schulungsunterlagen für Patienten mit A1-AT-Mangel und deren Angehörige sowie Informationsmaterial für das medizinische Fachpersonal.

Damit der behandelnde Arzt bei Kontrollterminen die Therapie nachvollziehen kann, erhält der Patient zudem ein Tagebuch, um die Infusionen zu dokumentieren. nec

Quelle: Pressemitteilung von CSL Behring GmbH, 3. März 2020

Hemlibra® schützt bei Hämophilie A vor Gelenkblutungen – Wiederkehrende Gelenkblutungen können bei Patienten mit Hämophilie A zu einer Arthropathie führen. Hemlibra® (Emicizumab, Roche) konnte in seinen Zulassungsstudien einen hohen Blutungsschutz bei Patienten mit oder ohne Inhibitoren gegen Faktor VIII nachweisen. Die inzwischen vorliegenden umfangreichen Real-World-Daten belegen den effektiven Blutungsschutz auch in der alltäglichen Anwendung.

In einer Studie mit 42 Patienten lag die mittlere Blutungsrate für Patienten mit Inhibitoren bei 0,5 und für Patienten ohne Inhibitoren bei 0,9. Auch in einer Non-Inhibitor-Kohorte (n = 74) wurde der hohe Schutz durch die Emicizumab-Prophylaxe unter Real-Life-Bedingungen bestätigt: 89 % der Patienten wiesen bei einer medianen Behandlungsdauer von 35,4 Wochen keine behandlungsbedürftigen Blutungen auf. nec

Quelle: Pressemitteilung der Roche Pharma AG, 4. März 2020

Neues Adhärenzprogramm für die Glaukomtherapie – Eine medikamentöse Behandlung des erhöhten Augeninnendrucks, z. B. mit Xalatan® (Latanoprost, Pfizer), kann das relative Risiko, ein Glaukom zu entwickeln, um 54 % reduzieren. Doch Nichtadhärenz ist in der Glaukomtherapie ein bekanntes Problem.

Pfizer unterstützt Augenärzte mit einem neu aufgelegten Adhärenzprogramm. Die patientengerecht aufbereiteten Materialien können Ärzte über die Internetseite www.pfizerpro.de/Xalatan anfordern. nec

Quelle: Pressemitteilung der Pfizer Deutschland GmbH, 5. März 2020

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