ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2020Pflegepersonal: Tarifstreit am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein beigelegt

AKTUELL

Pflegepersonal: Tarifstreit am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein beigelegt

Dtsch Arztebl 2020; 117(12): A-574 / B-496

dpa

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Warnstreik für mehr Pflegepersonal – Beschäftigte des Universitätsklinikums Schleswig- Holstein demonstrieren im Februar. Foto: picture alliance/Carsten Rehder/dpa
Warnstreik für mehr Pflegepersonal – Beschäftigte des Universitätsklinikums Schleswig- Holstein demonstrieren im Februar. Foto: picture alliance/Carsten Rehder/dpa

Nach langen Verhandlungen und Warnstreiks ist der Tarifstreit um mehr Pflegekräfte am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) beigelegt. Die Landesregierung, der Vorstand des UKSH und die Gewerkschaft Verdi verständigten sich am 13. März auf eine Vereinbarung für mehr Personal und eine Entlastung der am UKSH beschäftigten Pflegekräfte. Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) bezeichnete die Einigung als echten Gewinn. Der Vorsitzende des UKSH-Aufsichtsrats, Oliver Grundei, sprach von einem „weiteren Meilenstein für die Zukunftssicherung des UKSH“.

Für den Pflegebereich sieht die Vereinbarung noch in diesem Jahr 180 neue Stellen vor. Bis 2023 sollen stufenweise weitere 250 Stellen geschaffen werden, sodass das Personal insgesamt mit 430 Stellen aufgestockt wird. Hinzu kommen schnellstmöglich weitere 120 Stellen für medizinische Fachangestellte oder einjährig im Gesundheitswesen Qualifizierte für eine wirksame und schnelle Entlastung im Pflegedienst.

Anzeige

Nach Angaben des UKSH sind im Klinikum in Kiel und Lübeck insgesamt rund 3 300 Pflegekräfte beschäftigt. Nach Gewerkschaftsangaben hatten sich kürzlich bei einer Urabstimmung mehr als 97 Prozent der Verdi-Mitglieder für einen unbefristeten Arbeitskampf an den beiden Standorten Kiel und Lübeck ausgesprochen. Das Klinikum hatte vor der Einigung angeboten, 182 Mitarbeiter mehr einzustellen. Verdi hatte 420 Beschäftigte mehr verlangt, um eine angemessene Pflege zu gewährleisten. dpa

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema