ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2020Fokussierte MRT: Eng gefasster Katalog
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In Ihrem Artikel ... weisen Sie zu Recht auf die hohe Sensitivität der kernspintomografischen Untersuchung im Hinblick auf die Brustkrebsdetektion besonders bei radiologisch dichter Brust hin. Umso skandalöser ist es, dass hinsichtlich des Einsatzes der MR-Mammografie in der kassenärztlichen Versorgung nach wie vor ein sehr eng gefasster Indikationenkatalog besteht, der die Kernspintomografie im Wesentlichen auf die Nachsorge bei mammografisch und gleichzeitig mammasonografisch unklarem Befund begrenzt. Kernspintomografische Untersuchungen bei einem hinsichtlich der Dignität unklaren mammografischen und sonografischen Herdbefund ohne ein Mammakarzinom in der Anamnese sowie MR-Mammografien präoperativ zur verbesserten Darstellung des Ausmaßes des Karzinoms sowie einer eventuellen kontralateralen Manifestation sind gemäß EBM 34431 keine abrechenbaren Indikationen. Anträge bei den Krankenkassen zur Kostenübernahme der MR-Mammografie bei diesen Indikationen werden zu einem hohen Prozentsatz abgelehnt. Bevor über die MR-Mammografie im Screening nachgedacht wird, sollte eine entsprechende Erweiterung der Indikationen für die MR-Mammografie in der kassenärztlichen Versorgung im EBM erfolgen.

Prof. Dr. med. Jens-Holger Grunert, 30159 Hannover

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