ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2020Krankenhäuser: Schweine-Zyklen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Nach 30 Jahren klinischer Erfahrung, zuletzt als Klinikdirektor einer geriatrischen Abteilung in einem Großkrankenhaus sowie 20 Jahren Erfahrung mit der zunehmenden Öko­nomi­sierung und dem DRG-System kann ich Ihre Einschätzung nur unterstützen. ... Ein Aspekt, der vielfältig nicht bedacht wird, ist, dass die Krankenhäuser wichtige Ausbildungsstätten sind. Dies trifft nicht nur auf die Studierenden zu, sondern in ganz erheblichem Maße auch auf die Fachärzte. Mir ist vollkommen schleierhaft, wie man die flächendeckende Versorgung, nicht nur, was die Fachärzte, sondern was die Allgemeinärzte angelangt, verbessern will, ohne die Ausbildungsstätten, die hierzu auch notwendig sind, zu unterstützen. Nach meiner Einschätzung sieht man das besonders eklatant im Bereich Kinder- und Jugendmedizin. Hier konnte man von Anfang an keine auskömmliche Finanzierung der stationären Medizin erreichen und hat durch diese Vorgehensweise und die forcierte Schließung der stationären Behandlungsmöglichkeiten auch die Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten erheblich geschmälert. Erzeugen wir nach der übertriebenen Reduktion der Studienplätze nach der Wiedervereinigung jetzt mutwillig einen weiteren „Schweine-Zyklus“ im Bereich ärztlicher Weiterbildung?

Dr. med. Heinrich Burkhardt, 68167 Mannheim

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige