Editorial

Editorial

Medizin studieren, SS 2020: 3

Richter-Kuhlmann, Eva

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann, Redakteurin Deutsches Ärzteblatt
Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann, Redakteurin Deutsches Ärzteblatt

Faul, vorlaut und freizeitorientiert – so sehen einige ältere Ärztinnen und Ärzte die junge Ärztegeneration. Dabei haben sie häufig nicht die veränderten Arbeitsbedingungen, den zunehmenden ökonomischen Druck und die Bürokratie im Blick. Konflikte zwischen den Generationen sind vorprogrammiert (Seiten 16 bis 22).

Diese Faktoren sind es aber, die nachgewiesenermaßen dazu führen, dass vor allem jüngere Ärztinnen und Ärzte mit ihren Arbeitsbedingungen unzufrieden und körperlich wie psychisch sehr belastet sind. Dies belegen mehrere Studien. Auch die jüngste Umfrage des Berufsverbands Gastroenterologie Deutschland, die im März vorgestellt wurde, zeigt eine deutliche Korrelation zwischen Arbeitszufriedenheit und Burn-out-Risiko. Junge Ärzte seien aus der Leidenschaft, Menschen zu helfen, Arzt geworden, sagte Dr. med. Cornelius Weiß, stellvertretender Sprecher des Jungen Forums im Berufsverband Deutscher Internisten. „Im ärztlichen Alltag sollen sie aber Leidenschaft nicht für Menschen, sondern für Prozesse aufbringen“, kritisierte er.

Anzeige

Wie leidenschaftlich sich Mediziner einbringen, wird bei humanitären Hilfseinsätzen (Seiten 8 bis 13) deutlich. Zudem arbeiten viele Medizinstudierende engagiert an der Optimierung des Medizinstudiums mit (Seiten 27 und 28).

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema