ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2020Elektronischer Arztausweis: Beantragung per KammerIdent-Verfahren möglich

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Elektronischer Arztausweis: Beantragung per KammerIdent-Verfahren möglich

Dtsch Arztebl 2020; 117(13): A-682 / B-578

Hillienhof, Arne

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Kritische Bestandteile des Ident-Verfahrens mussten aufgrund von Sicherheitsmängeln überarbeitet werden. Foto: Monet/stock.adobe.com
Kritische Bestandteile des Ident-Verfahrens mussten aufgrund von Sicherheitsmängeln überarbeitet werden. Foto: Monet/stock.adobe.com

Nachdem der Chaos Computer Club (CCC) Ende letzten Jahres massive Sicherheitslücken in der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) aufgedeckt hatte, waren die Identifizierungsverfahren BankIdent und KammerIdent mit sofortiger Wirkung ausgesetzt worden. Dem CCC war es zuvor gelungen, sich per BankIdent-Verfahren mithilfe einer fremden Identität einen elektronischen Heilberufeausweis (eHBA) zu beschaffen. Damit hätten sie problemlos auf TI-Anwendungen und die elektronische Patientenakten zugreifen können.

Die für den Aufbau und die Sicherheit der TI verantwortliche Betreibergesellschaft gematik hatte die Schwachstellen in den Antrags- und Ausgabeprozessen der Karten als nicht hinnehmbar bezeichnet und die Beantragung und Ausgabe der Praxisausweise zunächst vollständig gestoppt. Elektronische Praxisausweise können bereits seit Ende Januar und ab sofort auch wieder mittels Identifizierung per KammerIdent bestellt werden. „Wir freuen uns, dass damit neben dem PostIdent-Verfahren nun wieder ein weiteres Identifizierungsverfahren zur Verfügung steht“, so Erik Bodendieck, Vorsitzender des Ausschusses Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung der Bundes­ärzte­kammer.

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Das KammerIdent-Verfahren wird von einem Teil der Ärztekammern als Identifizierungsvariante angeboten. Antragstellende Ärztinnen und Ärzte werden dabei durch Mitarbeitende einer Ärztekammer gemäß den Anforderungen der eIDAS-Verordnung der EU identifiziert. Die Kammern informieren online, ob sie das Verfahren anbieten. hil

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