ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2020Intensivmedizin: Register fragt freie Beatmungsplätze in Kliniken ab

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Intensivmedizin: Register fragt freie Beatmungsplätze in Kliniken ab

Dtsch Arztebl 2020; 117(13): A-633 / B-541

Gießelmann, Kathrin

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Intensiv- und Notfallmediziner haben ein Register aufgebaut, das seit vergangener Woche online steht (www.divi.de/intensivregister). Über die bundesweite Abfrage können Mediziner tagesaktuell freie Beatmungsplätze in Kliniken abfragen, wie die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) mitteilte. Die Möglichkeit einer maschinellen Beatmung von COVID-19 – Patienten hätte sich in schwer betroffenen Ländern als das Nadelöhr in der Pandemie gezeigt, erklärte Prof. Dr. med. Christian Karagiannidis, Sprecher der DIVI-Sektion „Lunge – Respiratorisches Versagen“.

Zum Start des Intensivregisters waren weniger als 100 Kliniken registriert. Anfang der Woche hatten sich bereits knapp 500 eingetragen. Etwa 120 gaben an, dass eine extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) bei schwerem Lungenversagen verfügbar wäre, bei fast 30 Kliniken waren die Beatmungsplätze ausgelastet (Stand: 23. März 2020). Die DIVI setzt darauf, das Register binnen kurzer Zeit auf 1 000 Kliniken zu komplettieren.

Neue Kliniken können sich in fünf Minuten registrieren. Unterschieden wird zwischen freien Kapazitäten mithilfe eines Ampelsystems. Dieses zeigt Kapazitäten von low-care (geringer Betreuungsbedarf), high-care (schwer Kranke) und ECMO (schwerstkranke Beatmungspatienten) an. Das Intensivregister wurde von der DIVI, dem Robert Koch-Institut und der Deutschen Krankenhausgesellschaft entwickelt. gie

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