ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2000TÜV Auto-Report 2000: Deutsche Autos holen auf

VARIA: Auto und Verkehr

TÜV Auto-Report 2000: Deutsche Autos holen auf

Dtsch Arztebl 2000; 97(8): A-467 / B-366 / C-377

NiB

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LNSLNS Einmal mehr belegen die Japaner die Spitzenplätze beim jährlichen TÜV Auto-Report. In vier Altersklassen heißt der Hersteller, dessen Autos die wenigsten Mängel aufweisen, Toyota, in einer Subaru. Nur in der Klasse der zehn bis elf Jahre alten Fahrzeuge "gewinnt" ein deutsches Fabrikat, der Porsche 911. Mercedes belegt wie in den vergangenen Jahren vordere Ränge in mehreren Altersgruppen.
Die Abstände zu den japanischen Autos seien geringer geworden, sagte der Chefredakteur des Reportes, Rainer Strang, bei der Präsentation des Markenvergleichs in Berlin. Insgesamt erwiesen sich wieder dieselben Marken wie zuvor als "Mängelzwerge" beziehungsweise "Mängelriesen". Zu letzteren zählen besonders die französischen Fabrikate Renault und Citroën sowie der spanische Hersteller Seat. Der Citroën 2 CV und der Seat Ibiza scheinen hintere Plätze beim TÜV Auto-Report abonniert zu haben.
Fragt sich, wieso Fahrzeugtypen mehrere Jahre dieselben Mängel aufweisen. So setzt der auf dem 1991 abgelösten Opel Kadett basierende Daewoo Nexia offenbar dessen Undichtigkeiten an Motor und Antrieb fort. Die BMW 3er "vererben" hingegen ihre Fahrwerkprobleme. Strang macht dafür den Kostendruck verantwortlich. Dieser bedinge zugelieferte Teile minderer Qualität.
Bei etwa sechs Millionen Kfz-Hauptuntersuchungen im Jahr 1999 sammelten die neun Technischen Überwachungsvereine (TÜV) und andere zugelassene Organisationen Daten über Stärken und Schwächen von verschiedenen Fahrzeugen. Statistische Grundlage des Reports sind zwei Millionen dieser Untersuchungen. Schon in der Altersgruppe bis drei Jahre hatten vier Prozent der Fahrzeuge erhebliche Mängel, das heißt, ihre Teilnahme am Straßenverkehr war nur noch "unter besonderen Bedingungen und Auflagen möglich". 71 Prozent der zehn bis elf Jahre alten Wagen befahren die Straßen mit Mängeln. Diese Ergebnisse entsprechen in etwa denen des Vorjahres.
Besonders oft bemängelt wurden Defekte an Motor- und Antriebsdichtungen, Auspuffanlagen, Hand- und Fußbremsen, Radaufhängungen und Bremsscheiben sowie falsch eingestellte Abblendlichter. Der TÜV AutoReport versteht sich nicht als Zeugnis, sondern als Ratgeber. Für viele Käufer von Gebrauchtwagen spielen neben der Haltbarkeit auch Kriterien wie der Preis und das Fahrverhalten eine gewichtige Rolle.
Der Report ist erhältlich als "Auto Bild Spezial" für 6,90 DM im Zeitschriftenhandel. NiB
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