ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2020Randnotiz: Mietwagen fürs Klinikpersonal

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Randnotiz: Mietwagen fürs Klinikpersonal

Maybaum, Thorsten

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Im Versuch, die Übertragungswege des Coronavirus in Nordrhein-Westfalen (NRW) einzuschränken, hat die Landesregierung in Düsseldorf den öffentlichen Personennahverkehr eingeschränkt. Damit Ärzte und Pflegekräfte von Akutkrankenhäusern trotzdem in jedem Fall zur Arbeit kommen können, hat sich die Regierung eine Alternative ausgedacht. Mitarbeiter von Krankenhäusern in NRW, die kein eigenes Auto haben, können in der Coronakrise kostenfrei auf einen Leih- oder Mietwagen zurückgreifen. Das Angebot gelte für Beschäftigte von Krankenhäusern, in denen Coronapatienten behandelt werden, wenn sie wegen der ausgedünnten Fahrpläne mit der Bahn kaum oder gar nicht mehr zur Arbeit kommen könnten, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU). Ihm sei wichtig, dass alle, die in der Coronakrise an ihre Grenzen gingen, mobil bleiben. Die Ausleihe solle „ganz simpel und unbürokratisch laufen“, erklärte er. Es müsse nur ein Formular von einer Seite ausgefüllt und von der Klinikleitung abgezeichnet werden. Mit der Bescheinigung könnten Ärzte und Pflegekräfte zu einem teilnehmenden Mietwagenverleiher gehen und ein Auto ausleihen. Weder Klinik noch Beschäftigte müssten sich um die Abrechnung kümmern. Das sollen Mietwagenverleiher und die Bezirksregierung Münster regeln, die das Programm zentral für ganz NRW administriere. Die Kosten für einen Leihwagen dürfen maximal 400 Euro brutto pro Monat betragen. Die Fahrtstrecke ist auf 125 Kilometer pro Tag beschränkt. Benzinkosten müssen selbst getragen werden. Das Programm ist bis Ende Mai befristet. Das Land stellt dafür eine Million Euro bereit.

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