ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2020Medizinprodukte: EU-Kommission will Engpässe verhindern

AKTUELL

Medizinprodukte: EU-Kommission will Engpässe verhindern

Osterloh, Falk

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Mit der Verschiebung sollen Engpässe bei Medizinprodukten vermieden werden. Foto: Christian Schwier/stock.adobe.com
Mit der Verschiebung sollen Engpässe bei Medizinprodukten vermieden werden. Foto: Christian Schwier/stock.adobe.com

Die Europäische Kommission will mit Blick auf die COVID-19-Krise das Inkrafttreten der EU-Medizinprodukte-Verordnung um ein Jahr verschieben. Die Kommission arbeite an einem entsprechenden Vorschlag, den sie den europäischen Gesetzgebern Rat und Parlament bis Anfang April unterbreiten werde, erklärte ein Sprecher. Die neue Verordnung über Medizinprodukte sollte eigentlich zum 26. Mai dieses Jahres in Kraft treten. Sie legt unter anderem einheitliche und verschärfte Kriterien für Benannte Stellen bei der Zulassung von Medizinprodukten fest und regelt das Verfahren zur Genehmigung klinischer Prüfungen von Medizinprodukten. Ziel der Verschiebung ist es, Lieferengpässe mit Medizinprodukten während der Coronakrise zu vermeiden. Die Kommission hat an den Rat der EU-Staaten und das EU-Parlament appelliert, den Vorschlag schnell anzunehmen. Zudem hat die EU-Kommission Beschlüsse über harmonisierte Normen angenommen, um etwa die Versorgung mit medizinischen Gesichtsmasken, Operationsabdecktüchern und -mänteln, Rein-Luft-Kleidung oder Desinfektionsgeräten sicherzustellen. Diese Normen sollen ein schnelleres und kostengünstigeres Konformitätsbewertungsverfahren ermöglichen. „Mit den ergriffenen Maßnahmen können sichere und lebenswichtige medizinische Geräte und Schutzausrüstungen wie Masken und OP-Kleidung viel schneller auf den EU-Markt gelangen“, sagte die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. fos

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema