ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2020Mammografie: Screening wegen Infektionsgefahr auf Eis gelegt

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Mammografie: Screening wegen Infektionsgefahr auf Eis gelegt

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Für das Mammografie- Screening sollen zunächst bis zum 30. April keine Einladungen mehr versendet werden. Foto: picture alliance/TT NEWS AGENCY
Für das Mammografie- Screening sollen zunächst bis zum 30. April keine Einladungen mehr versendet werden. Foto: picture alliance/TT NEWS AGENCY

Das Mammografie-Screening wird vorübergehend ausgesetzt. Grund ist die bestehende Infektionsgefahr durch das Coronavirus. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) entschieden, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilte. In Anbetracht der aktuellen Entwicklung der COVID-19-Pandemie sei die Nutzen-Schaden-Abwägung zwischen einem verschobenen Untersuchungstermin für das Screening einerseits und dem Risiko einer Infektion andererseits neu bewertet worden, schreibt die KBV. Bis zum 30. April sollen keine Einladungen mehr verschickt werden. Nach Beendigung der Aussetzung soll der Einladungsversand nachgeholt werden. Frauen, die erst jüngst zur Untersuchung waren und bei denen ein auffälliger Befund festgestellt wurde, erhalten der KBV zufolge unverändert eine zeitnahe Abklärungsdiagnostik. Frauen mit akut auffälligen Befunden außerhalb des Screenings würden wie bisher kurativ versorgt. Der Beschluss des G-BA soll eine einheitliche Lösung für ein bundesweites Vorgehen einleiten. Nach Mitteilung der Kooperationsgemeinschaft hat bereits ein Viertel der Screeningeinheiten wegen krankheits- und quarantänebedingter Personalausfälle infolge der Coronapandemie den Betrieb eingestellt. In einigen Regionen haben die Gesundheitsämter bereits Screening-Einheiten geschlossen. EB

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