ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2020Neurodermitis: Balneophototherapie wird anerkannt

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Neurodermitis: Balneophototherapie wird anerkannt

Hillienhof, Arne

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Die Balneophototherapie kombiniert Wannenbäder unter Zusetzung verschiedener Substanzen wie Salz mit einer UV-Lichttherapie. Foto: picture alliance/Klaus Rose
Die Balneophototherapie kombiniert Wannenbäder unter Zusetzung verschiedener Substanzen wie Salz mit einer UV-Lichttherapie. Foto: picture alliance/Klaus Rose

Für Patienten, die an mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis leiden, stehen künftig Methoden der Balneophototherapie als Kassenleistung zur Verfügung. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) entschieden. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hatte das Verfahren 2018 auf Basis neuer Studien bewertet und kam zu dem Ergebnis, dass eine kombinierte Balneophototherapie für Patienten mit Neurodermitis Vorteile gegenüber einer trockenen UV-Therapie haben kann. In einer früheren Bewertung aus dem Jahr 2007 waren noch keine sicheren Aussagen zur Balneophototherapie beim atopischen Ekzem möglich. Mehrere Kassen, die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns, die Ludwig-Maximilians-Universität München und ein Industriepartner hatten daher ein gemeinsames Modellvorhaben gestartet: Die Patienten mit atopischem Ekzem wurden mindestens einen Monat lang behandelt und meist dermatologisch überwacht. In der Regel erfolgten zwischen zehn und 35 Behandlungen mit einer Dauer von jeweils etwa einer Viertelstunde. Am Ende fielen die Ergebnisse beim Endpunkt „Hautzustand“, der auch etwa Juckreiz oder Schlaflosigkeit einbezieht, zugunsten der Balneophototherapie aus. hil

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