ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2020Fehleinschätzungen selbstberichteter Body-Mass-Index-Kategorien
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Hintergrund: Übergewicht und Adipositas sind in westlichen Gesellschaften und gerade auch Deutschland ein wachsendes Gesundheitsproblem. Mangelnde Selbsteinschätzung als übergewichtig oder adipös behindert eine effektive Aufklärung zu gesundheitlichen Risiken und folglich eine Motivation zur Verhaltensänderung. Diese Arbeit fasst verfügbare Studienergebnisse zur Gewichtswahrnehmung zusammen. Dazu erfolgt ein Vergleich der Unterschiede zwischen selbstberichteter und der aus gemessener Größe und gemessenem Gewicht errechneten Body-Mass-Index(BMI)-Kategorie.

Methode: Es erfolgte eine systematische Literaturrecherche im August 2017 in den Datenbanken Medline, EMBASE und der Cochrane Library. Das Studienprotokoll wurde im PROSPERO-Register veröffentlicht (CRD42017064230). Für einige Subgruppenanalysen konnten Metaanalysen gerechnet werden.

Ergebnisse: Insgesamt wurden 50 Studien aus 25 Nationen identifiziert, die Ergebnisse zur Gewichtseinschätzung für 173 971 Studienteilnehmer enthalten. Bei ausgeprägter Heterogenität der betrachteten Populationsgruppen variierte der Anteil korrekter Angaben der BMI-Kategorie zwischen 16 und 83 %. In Europa überschätzten Frauen ihre BMI-Kategorie dreimal häufiger als Männer (RR: 3,22; 95-%-Konfidenzintervall: [2,87; 3,62], I= 0 %). Die Mehrheit der Fehleinordnungen beruht auf Unterschätzungen. Normalgewichtige Studienteilnehmer ordneten ihren BMI häufiger als andere korrekt ein. In europäischen Studien wurde der BMI von 50,3–75,8 % der Teilnehmer richtig eingeschätzt. Niedriger sozioökonomischer Status war mit falscher Wahrnehmung des BMI assoziiert.

Schlussfolgerung: Die Selbsteinordnung in BMI-Kategorien ist oft fehlerhaft und Unterschätzungen sind ein häufiges Phänomen. Besonderes Augenmerk von Ärzten sollte auf der Vermittlung von Informationen auf Personengruppen liegen, die von einer Unterschätzung der BMI-Kategorie besonders häufig betroffen sind, wie übergewichtige Personen und Männer.

LNSLNS

Übergewicht und Adipositas sind weltweit ein immer größer werdendes Gesundheitsproblem (1). Epidemiologische Analysen zählen Übergewicht, neben Hypertonie, Diabetes und Rauchen, zu den „top vier“ globaler Ursachen von vermeidbar verlorenen Lebensjahren der Zukunft (2). Die gesellschaftlichen Kosten von Übergewicht betrugen in Großbritannien im Jahr 2007 bereits 16 Milliarden Pfund (entsprechend 1 % des Bruttosozialprodukts) mit stark steigender Tendenz. Zur Prävention von Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes fordern Leitlinien Ärzte auf, ihren übergewichtigen Patienten Lebensstilinterventionen anzubieten (3, 4). Dass dieser Adipositasepidemie insbesondere auch in Deutschland Einhalt geboten werden muss, zeigten die Zahlen des 13. Ernährungsberichts der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V., welcher zur dringenden Handlung mahnt (5).

Nach Angaben der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) waren im Jahr 2016 39 % der Erwachsenen weltweit übergewichtig mit einem Body-Mass-Index (BMI) von ≥ 25 kg/m2 sowie 11 % der Männer und 15 % der Frauen adipös mit einem BMI von ≥ 30 kg/m2 (6). Deutschland verzeichnet eine hohe Adipositasprävalenz. 54 % der Erwachsenen weisen einen BMI ≥ 25 kg/m2 auf, bei 18 % liegt der BMI über 30 kg/m2 (7). Noch höhere Prävalenzen finden sich in den USA, wo 36 % der Bevölkerung adipös sind (8).

Eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Interventionen zur Gewichtsreduktion ist die Wahrnehmung eigenen Übergewichts, ohne die eine Bereitschaft zur Verhaltensänderung nicht zu erwarten ist (9, 10, 11). Die Übereinstimmung von Selbstwahrnehmung und messbarem Gewichtsstatus wurde bereits in einer Vielzahl von Studien mit heterogenen Populationen untersucht, eine Zusammenfassung dieser Daten für die erwachsene Gesamtbevölkerung fehlt.

Diese Übersichtsarbeit soll verfügbare Studienergebnisse zur Gewichtswahrnehmung bei Erwachsenen ordnen, zukünftige Forschungsbedarfe aufdecken und folgende Fragen zusammenfassend beantworten:

  • Wie häufig schätzen Menschen ihre BMI-Kategorie richtig ein?
  • Führen Fehleinschätzungen zu Über- oder Unterschätzungen?
  • Welche Personengruppen weisen eine gute beziehungsweise weniger gute Gewichtswahrnehmung auf?

Dazu erfolgte ein Vergleich der Unterschiede zwischen der selbstberichteten und der aus der gemessenen Größe und dem gemessenen Gewicht errechneten BMI-Kategorie.

Methoden

Recherchestrategie

Diese systematische Übersicht basiert auf einem Studienprotokoll (Prospero-Registrierungsnummer: CRD42017064230). Es wurde auf Grundlage der Einschlusskriterien (Kasten) eine Suchstrategie entwickelt. Drei elektronische Datenbanken (Medline, Embase und Cochrane Library) und die Referenzlisten aller systematischen Übersichten wurden im August 2017 systematisch durchsucht. Detailliertere Angaben zur Suchstrategie sind im eSupplement zugänglich.

Einschlusskriterien
Kasten
Einschlusskriterien

Studienauswahl, Datenextraktion und Qualitätsbewertung

Zwei Autorinnen (RF, AKG) prüften unabhängig alle Titel und Zusammenfassungen sowie die Volltexte aller potenziell geeigneten Artikel und extrahierten die im Studienprotokoll festgelegten Informationen. Zur Bewertung der Studienqualität erfolgte eine Anpassung der QUADAS-2-Kriterien (12) an die Zielstellung dieser Arbeit (eKasten). Anhand der auf vier Domänen basierenden Qualitätskriterien wurde nach Pilotierung und erneuter Modifizierung eine unabhängige Bewertung der Qualität jeder Studie vorgenommen. Unklare Entscheidungen wurden mit einer dritten Wissenschaftlerin (SU) diskutiert.

Angepasste Qualitätskriterien (QUADAS-2) (<a class=12)" width="250" src="https://img.aerzteblatt.de/eyJidWNrZXQiOiJjZG4uYWVyenRlYmxhdHQuZGUiLCJrZXkiOiJiaWxkZXJcLzIwMjBcLzA0 XC9pbWcyNDMyNDAwNzQuZ2lmIiwiZWRpdHMiOnsicmVzaXplIjp7ImZpdCI6Imluc2lkZSIs IndpZHRoIjoyNTB9fX0=" data-bigsrc="https://img.aerzteblatt.de/eyJidWNrZXQiOiJjZG4uYWVyenRlYmxhdHQuZGUiLCJrZXkiOiJiaWxkZXJcLzIwMjBcLzA0 XC9pbWcyNDMyNDAwNzQuZ2lmIiwiZWRpdHMiOnsicmVzaXplIjp7ImZpdCI6Imluc2lkZSIs IndpZHRoIjoxNDAwfX19" data-fullurl="https://cdn.aerzteblatt.de/bilder/2020/04/img243240074.gif" />
eKasten
Angepasste Qualitätskriterien (QUADAS-2) (12)

Statistische Auswertung

Die Häufigkeiten von korrekten Einschätzungen, Unter- und Überschätzungen wurden über Prävalenzen und deren 95-%-Konfidenzintervalle [95-%-KI] beschrieben. Diese wurden bei nicht-bedeutsamer Heterogenität mit einem Random-Effects-Modell (Review Manager, Version 5.3) zusammengefasst und ausschließlich deskriptiv interpretiert. Die Beurteilung der Heterogenität basiert auf statistischen Kriterien (I2-Wert und p-Wert des Q-Testes), wobei eine nichtbedeutsame Heterogenität bei einem I2-Wert < 80 % vorliegt. Die Untersuchung der Heterogenitätsursachen basiert auf Berechnungen relativer Risiken (RR) oder Odds Ratios (OR), welche die Anzahl korrekter Schätzungen von Frauen und Männern, normal- und übergewichtigen, jüngeren und älteren sowie Teilnehmern mit geringerem und höherem sozio-ökonomischen Status (SES) vergleichen. Ein RR/OR > 1 beschreibt eine höhere Prävalenz bei Frauen, normalgewichtigen und jüngeren sowie Teilnehmern mit geringerem sozioökonomischen Status. Altersvergleiche basieren auf Informationen der jüngsten und ältesten berichteten Alterskohorte und ORs, die die erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Auftreten bei einer Altersdifferenz von 10 Jahren beschreiben. Konfounderadjustierte Ergebnisse wurden in den Heterogenitätsanalysen für Alter und sozioökonomischen Status bevorzugt berücksichtigt und als ORs berichtet. Subgruppenanalysen werden bei interkontinentalen Unterschieden mit p < 0,05 berichtet. Das Risiko von Publikationsbias wurde bei mindestens 10 in die Metaanalyse eingehenden Studien über Funnelplots untersucht.

Ergebnisse

Es wurden 2 747 Artikel anhand ihrer Titel und Zusammenfassungen und 356 potenziell relevante Artikel im Volltext geprüft. Insgesamt 50 Studien entsprachen den Einschlusskriterien und werden in dieser systematischen Übersicht beschrieben (Grafik 1).

Vorgehensweise in der Literaturrecherche
Grafik 1
Vorgehensweise in der Literaturrecherche

Beschreibung der eingeschlossenen Studien

Die eingeschlossenen Studien basieren auf Erhebungen aus 25 Staaten. Es dominieren Studien aus Nord- und Südamerika (16 Studien), gefolgt von Afrika (12 Studien), Europa (9 Studien), Asien (8 Studien), und Australien und Polynesien (5 Studien).

In den eingeschlossenen Studien wurden für insgesamt 173 971 Studienteilnehmer Selbsteinschätzung und gemessene BMI-Kategorie verglichen. 54 % der Studienteilnehmer waren Frauen, wobei 8 Studien ausschließlich Frauen und 2 Studien ausschließlich Männer einschlossen. Das mittlere Alter variierte zwischen 21 und 64 Jahren. Repräsentative Querschnitterhebungen der Allgemeinbevölkerung eines Landes oder einer Region bilden die Grundlage für nur 11 Studien. In der Regel fußen die Erhebungen auf Personengruppen mit besonders hohem oder geringem Risiko von Übergewicht wie bestimmten Alters- oder Berufsgruppen (zum Beispiel Tänzer, Feuerwehrmänner, Patienten). Eine ausführliche Beschreibung weiterer Studiencharakteristika bietet eTabelle 1.

Studiencharakteristika der eingeschlossenen Studien
eTabelle 1
Studiencharakteristika der eingeschlossenen Studien

Index- und Referenztest

Im Indextest wurden die Studienteilnehmer in Interviews und Fragebögen um eine Selbsteinschätzung ihres Gewichtes anhand von mindestens drei Antwortmöglichkeiten gebeten. Im Referenztest wurde ihr BMI durch Wiegen und Messen vor Ort ermittelt und den BMI-Kategorien Unter-, Normal-, Übergewicht und Adipositas zugeordnet.

Qualitätsbewertung

Die größten Einschränkungen der Studienqualität werden in der Anwendbarkeit aufgrund der nicht auf die Gesamtbevölkerung bezogenen Auswahl der Studienteilnehmer gesehen (Tabelle 1). Weitere Einschränkungen resultieren aus fehlenden Informationen zur Durchführung des Index- und Referenztests, welche infolgedessen nur eine unzureichende Qualitätsbeurteilung zuließen. Aufgrund enggefasster Kriterien wird die Qualität der Studien eher unter- als überschätzt.

Ergebnisse der Qualitätsbeurteilung der eingeschlossenen Studien
Tabelle 1
Ergebnisse der Qualitätsbeurteilung der eingeschlossenen Studien

Studienergebnisse

Korrekte Einschätzung der BMI-Kategorie

Der Anteil korrekter Einschätzungen variiert zwischen 16 und 83 % (Tabelle 2). Aufgrund der bedeutsamen Heterogenität (I= 100 %, p < 0,00001) wurde keine Metaanalyse gerechnet.

Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse zur BMI-Kategorisierung
Tabelle 2
Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse zur BMI-Kategorisierung

Eine hohe Fehleinschätzungshäufigkeit trat auf bei:

  • afroamerikanischen Studienteilnehmern
  • einem nicht-westlichen Lebensstil
  • in einigen der untersuchten Berufsgruppen wie bei Feuerwehrmännern und Mitarbeitern im Gesundheitswesen sowie bei
  • älteren Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen, Diabetes oder Übergewicht.

Im Gegensatz dazu konnten jüngere Teilnehmer, unabhängig vom Gesundheitsstatus und ihrem kulturellen Hintergrund, ihr Gewicht in der Regel mit einer hohen Genauigkeit klassifizieren.

In allen neun europäischen Studien lagen die Prävalenzen für korrekte BMI-Kategorisierungen bei über 50 % und in vier Studien bei circa 75 %. Deutlich geringer war die Prävalenz korrekter Gewichtsschätzungen in amerikanischen (Prävalenz < 50 % in 9 von 15 Studien) und afrikanischen Studien (Prävalenz < 50 % in 6 von 12 Studien), wobei auch in zwei für die US-amerikanische und mexikanische Bevölkerung repräsentativen Studien weniger als 50 % der Studienteilnehmer ihr Gewicht korrekt klassifizieren konnten (13, 14).

Über- und Unterschätzungen der BMI-Kategorie

Eine falsche Gewichtswahrnehmung kann sich als Unter- oder Überschätzungen der BMI-Kategorie äußern (Tabelle 2). Aufgrund der bedeutsamen Heterogenität ist auch hier eine metaanalytische Zusammenfassung nicht sinnvoll (jeweils I= 100 %).

Die Prävalenzen für eine Unterschätzung schwankten weltweit zwischen 8 % und 84 %. Überschätzungen waren deutlich seltener und traten mit zwei Ausnahmen (15, e1) bei unter 20 % der Studienteilnehmer auf. In Europa lag die Prävalenz für eine Unterschätzung in der Regel unter 25 %, Überschätzungen traten in Europa bei weniger als 10 % der Teilnehmer auf. Eine Subgruppenauswertung der als repräsentativ bewerteten Studien konnte die bedeutsame Heterogenität nicht reduzieren.

Prädiktoren für eine korrekte Einschätzung der BMI-Kategorie

Einfluss des Geschlechts (25 Studien)

In 17 Studien, darunter in allen fünf in Europa durchgeführten Studien, klassifizierten Frauen ihr Gewicht häufiger richtig als Männer (eGrafik 1). Aufgrund der bedeutsamen Heterogenität war weder für die korrekte BMI-Kategorisierung noch für die Unterschätzung eine Zusammenfassung der Ergebnisse sinnvoll. Männer unterschätzten ihre BMI-Kategorie in 15 von 22 Studien häufiger als Frauen (eGrafik 2). Überschätzungen wurden mit großen interkulturellen Unterschieden in 18 von 21 Studien häufiger bei Frauen beobachtet. Europäische Frauen überschätzten ihre BMI-Kategorie 3-mal so häufig wie Männer (RR: 3,22; [2,87; 3,62], I= 0 %). Ähnliche Ergebnisse liegen aus Australien, Asien und Amerika bei einer bedeutsamen Heterogenität der Ergebnisse der amerikanischen und australischen Studien vor. Im Gegensatz war eine Gewichtsüberschätzung bei Frauen in Afrika deutlich seltener als bei Männern (RR: 0,69; [0,48; 0,99], I= 0 %) (eGrafik 3).

Forestplot für den Einfluss des Geschlechts auf die korrekte BMI-Kategorisierung mit Subgruppen für 5 Kontinente, KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; RR, Relatives Risiko
eGrafik 1
Forestplot für den Einfluss des Geschlechts auf die korrekte BMI-Kategorisierung mit Subgruppen für 5 Kontinente, KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; RR, Relatives Risiko
Forestplot für den Einfluss des Geschlechts auf die Unterschätzung der BMI-Kategorie mit Subgruppen für 5 Kontinente, KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; RR, Relatives Risiko
eGrafik 2
Forestplot für den Einfluss des Geschlechts auf die Unterschätzung der BMI-Kategorie mit Subgruppen für 5 Kontinente, KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; RR, Relatives Risiko
Forestplot für den Einfluss des Geschlechts auf die Überschätzung der BMI-Kategorie mit Subgruppen für 5 Kontinente KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; RR, Relatives Risiko; I², Heterogenität
eGrafik 3
Forestplot für den Einfluss des Geschlechts auf die Überschätzung der BMI-Kategorie mit Subgruppen für 5 Kontinente KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; RR, Relatives Risiko; I², Heterogenität

Einfluss der BMI-Kategorie (36 Studien)

Studienteilnehmer mit Normalgewicht ordnen ihre BMI-Kategorie bei bedeutsamer Heterogenität häufiger korrekt ein als übergewichtige oder adipöse Teilnehmer (eGrafik 4). ►

Forestplot für den Einfluss von Normalgewicht oder Übergewicht/Adipositas auf die korrekte BMI-Kategorisierung mit Subgruppen für 5 Kontinente, KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; RR, Relatives Risiko
eGrafik 4
Forestplot für den Einfluss von Normalgewicht oder Übergewicht/Adipositas auf die korrekte BMI-Kategorisierung mit Subgruppen für 5 Kontinente, KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; RR, Relatives Risiko

Einfluss des Alters (10 Studien)

Jüngere Studienteilnehmer ordnen weltweit ihr Gewicht genauer ein als ältere (eGrafik 5). Auffallend ist ein deutlicher Unterschied zum Ergebnis der einzigen deutschen Studie (16). Unter den normalgewichtigen Teilnehmern schätzte die jüngste befragte Alterskohorte der 18- bis 29-Jährigen seltener als die Alterskohorte der 70- bis 79-Jährigen ihre BMI-Kategorie richtig ein (OR 0,23; [0,16; 0,33]). Der Funnelplot (eGrafik 6) zeigt keinen Hinweis auf einen möglichen Publikationsbias.

Forestplot für den Einfluss des Alters auf die korrekte BMI-Kategorisierung mit Subgruppen für Kontinente und die Subgruppe ausschließlich normalgewichtiger Probanden, *Ergebnisse mit Konfounderadjustierung I², Heterogenität; KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; OR, Odds Ratio; vs., versus
eGrafik 5
Forestplot für den Einfluss des Alters auf die korrekte BMI-Kategorisierung mit Subgruppen für Kontinente und die Subgruppe ausschließlich normalgewichtiger Probanden, *Ergebnisse mit Konfounderadjustierung I², Heterogenität; KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; OR, Odds Ratio; vs., versus
Funnelplot für den Einfluss des Alters auf die korrekte BMI-Kategorisierung Log(OR), logarithmiertes Odds Ratio; SE, Standardfehler
eGrafik 6
Funnelplot für den Einfluss des Alters auf die korrekte BMI-Kategorisierung Log(OR), logarithmiertes Odds Ratio; SE, Standardfehler

Einfluss des SES (15 Studien)

Studienteilnehmer mit geringerem SES, einem geringeren Bildungsabschluss oder geringerem Einkommen ordnen bei bedeutsamer Heterogenität ihre BMI-Kategorie seltener korrekt ein als Teilnehmer mit einem höheren Status (eTabelle 2).

Einfluss des sozioökonomischen Status, der Bildung, des Einkommens und der Arbeit auf die korrekte BMI-Kategorisierung
eTabelle 2
Einfluss des sozioökonomischen Status, der Bildung, des Einkommens und der Arbeit auf die korrekte BMI-Kategorisierung

Diskussion

Diese Übersichtsarbeit zeigt, dass es weltweit Menschen schwerfällt, ihre BMI-Kategorie richtig einzuordnen. Dabei kommt es wesentlich häufiger zu Unter- als zu Überschätzungen. Besonders anfällig für eine Unterschätzung der BMI-Kategorie zeigten sich ältere, männliche und übergewichtige Teilnehmer sowie Menschen mit geringem sozioökonomischen Status.

Für Fehleinschätzungen der eigenen BMI-Kategorie werden vielfältige Faktoren diskutiert. Im Vordergrund stehen dabei, neben mangelnder Aufklärung, soziale Gruppeneffekte, bei denen Übergewicht „normal“ erscheint, weil die Mitmenschen im eigenen Lebensumfeld ebenfalls übergewichtig sind, auch „peer effect“ genannt (3, 13, 17). Solche Milieus können Berufsgruppen, Altersgruppen, Migrationsherkunft, städtische beziehungsweise ländliche Umgebung, Kulturkreise und Traditionen sein (18). In Deutschland ist Übergewicht ein häufiges und relevantes Problem, so liegt bei 54 % der Erwachsenen ein BMI ≥ 25 kg/m2 und bei 18 % ein BMI über 30 kg/m2 vor (7). Wie ein Vergleich zwischen Studien aus den USA (19, 20, 21) und Europa (16, 22, 23) nahelegt, erhöht sich mit der Prävalenz auch die Wahrscheinlichkeit einer fehlerhaften Selbsteinschätzung. Vor dem Hintergrund hoher Adipositasraten auch in Deutschland (7) könnte eine rechtzeitige Aufklärung helfen, dem Auftreten dieses Effektes entgegenzuwirken.

Die Einstellung, Übergewicht spreche für Reichtum und Gesundheit, Untergewicht hingegen für eine mögliche HIV-Infektion und AIDS, scheint insbesondere im afrikanischen Kulturkreis verbreitet (24, 25, 26). Gleichzeitig wiesen einige der eingeschlossenen afrikanischen Studien, zum Beispiel diejenige von Phetla et al. (24), einen sehr hohen Anteil übergewichtiger Teilnehmer auf.

Unterschätzungen der BMI-Kategorie traten dabei in nahezu allen Studien deutlich häufiger auf als Überschätzungen, womit die Relevanz einer Sensibilisierung der Bevölkerung für Übergewicht bestätigt wird.

Aufgrund der hohen Variabilität der Ergebnisse der Einzelstudien konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen Männern und Frauen gezeigt werden. Allerdings lagen in mehr als zwei Dritteln der Studien, die einen direkten Vergleich zuließen, die Frauen bei der korrekten Einschätzung vorn. Außerdem zeigten sich deutliche Unterschiede in der Art der Fehleinschätzung. Während Frauen in den meisten Kulturkreisen ihre BMI-Kategorie eher überschätzten, war bei den Männern die Unterschätzung der BMI-Kategorie das führende Problem. Dies entspricht den Ergebnissen der bevölkerungsrepräsentativen deutschen Studie (16), die zeigen konnte, dass sich zwar beide Geschlechter mit ähnlicher Häufigkeit korrekt einschätzen, Männer, die sich nicht korrekt einschätzen, sich jedoch tendenziell für zu dünn und Frauen sich für zu dick halten. Die Autoren erklären dies mit einem stärkeren sozialen Druck in Bezug auf das herrschende Schlankheitsideal bei den Frauen, während Männer einem anderen, muskulöseren Körperbild nacheifern (16).

Bestätigen ließ sich ein höheres Risiko für Fehleinschätzungen bei älteren Studienteilnehmern. Eine repräsentative europäische Studie an über 60-Jährigen stellte fest, dass auch bei diesem Kollektiv ältere Teilnehmer häufiger zu Fehleinschätzungen neigten, wobei die Unterschätzung das deutlich häufigere Problem war. Die Autoren diskutieren dies zum einem mit dem „Peer-Effekt“, zum anderen mit der abnehmenden Empfänglichkeit für Idealbilder (15). Die Ergebnisse der deutschen Studie bestätigen dieses Ergebnis insofern, dass der Anteil der Normalgewichtigen, die sich für zu dick halten, mit dem Alter abnahm (16).

Von Relevanz für die ärztliche Beratung ist, dass übergewichtige und adipöse Studienteilnehmer und Personen mit niedrigem Sozialstatus ihre BMI-Kategorie häufiger unterschätzen. Informationen über Übergewicht und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken laufen ins Leere, wenn Personen sich selbst nicht mit der Risikogruppe identifizieren (11, 27). So konnte eine repräsentative US-amerikanische Studie zeigen, dass übergewichtige und adipöse Erwachsene, die ihre BMI-Kategorie unterschätzen, seltener vorhaben, ihr Gewicht zu reduzieren und im letzten Jahr entsprechende Anstrengungen unternommen haben (28).

Von daher sollte zu Beginn von Lebensstilinterventionen zur Gewichtsreduktion die Abfrage von Problembewusstsein („awareness“) und Bereitschaft zur Änderung („readiness for change“) stehen (9) und Fehlwahrnehmungen gegebenenfalls korrigiert werden (11). Die hausärztliche Langzeitversorgung erscheint besonders geeignet für Interventionen, die Zeit für eine allmähliche Ausbildung von Problembewusstsein, wiederholtes Ansprechen und kulturelle Sensitivität benötigen. Hierfür ist es wertvoll, um die Prävalenz von BMI-Fehleinschätzungen zu wissen, um nicht unvorbereitet „mit der Tür ins Haus zu fallen“ (3). In modernen Praxisteams können derartige Beratungsaufgaben an nichtärztliche Gesundheitsfachberufe delegiert und von diesen mit hoher Effektivität arztentlastend durchgeführt werden (29). Es erscheint gesichert, dass sich für Patient, Praxisteam und Gesellschaft die Mühe lohnt (30).

Limitationen

Die Limitationen folgen aus den unterschiedlichen Fragestellungen der eingeschlossenen Studien, die nicht nur sehr unterschiedliche Populationen, sondern teilweise differierende Zielstellungen oder Schwerpunkte (zum Beispiel zur körperlichen Aktivität [e2], Diätpraktiken [e3, e4] oder Komorbiditäten [e5, e6]) betrachteten. Hierdurch ergibt sich eine sehr heterogene Präsentation der von uns gewählten Zielgrößen, die teilweise nicht primäres Ergebnis der Untersuchungen waren. Einige der untersuchten Studien verglichen Daten von verschiedenen Gruppen von Studienteilnehmern, zum Beispiel Laien versus Klinikpersonal (e7), hoher versus niedriger sozialer Status (e8), Untrainierte versus Sportler (e9). Diese Gruppen wurden für diese Arbeit zusammengefasst und gingen ohne weitere Adjustierung in unsere Berechnungen ein. Unsere Subgruppenanalysen beschränken sich auf Geschlecht, BMI-Kategorie, den Kontinent der Durchführung und studienspezifisch definierte Alters- und sozi-ökonomische Status-Kategorien. Eine Konfounderadjustierung erfolgte ausschließlich für Alter und sozioökonomischen Status. Mit Blick auf die Übertragbarkeit vieler Studien auf den europäischen Kontext sollte beachtet werden, dass repräsentative amerikanische Untersuchungen Populationen mit rund 70 % Übergewicht betrachten (13), während die Prävalenzen in den meisten europäischen Ländern einschließlich Deutschland deutlich geringer sind (16). Weitere, insbesondere bevölkerungsrepräsentative Studien aus Europa und Deutschland sind notwendig, um die Relevanz der Problematik besser einschätzen und alltägliche Arzt-Patienten-Kontakte danach ausrichten zu können.

Interessenkonflikt!
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 30. 5. 2019, revidierte Fassung angenommen: 6. 1. 2020

Anschrift für die Verfasser
PD Dr. rer. nat. Susanne Unverzagt
Selbstständige Abteilung für Allgemeinmedizin
Medizinische Fakultät der Universität Leipzig
Philipp-Rosenthal-Straße 55
04103 Leipzig
susanne.unverzagt@medizin.uni-leipzig.de

Zitierweise
Freigang R, Geier AK, Schmid GL, Frese T, Klement A, Unverzagt S: Misclassification of self-reported body mass index categories—a systematic review and meta-analysis. Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 253–60. DOI: 10.3238/arztebl.2020.0253

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit1520 oder über QR-Code

eMethodenteil, eTabellen:
www.aerzteblatt.de/20m0253 oder über QR-Code

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*Die Autorinnen teilen sich die Erstautorenschaft
Selbstständige Abteilung für Allgemeinmedizin, Universität Leipzig: Romy Freigang,
Dr. med. Anne-Kathrin Geier, M. Sc. in Public Health, Dr. med. Gordian Lukas Schmid,
PD Dr. rer. nat. Susanne Unverzagt
Institut für Allgemeinmedizin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg:
Romy Freigang, Dr. med. Gordian Lukas Schmid, Prof. Dr. med. Thomas Frese,
Prof. Dr. med. Andreas Klement, PD Dr. rer. nat. Susanne Unverzagt
Vorgehensweise in der Literaturrecherche
Grafik 1
Vorgehensweise in der Literaturrecherche
Einschlusskriterien
Kasten
Einschlusskriterien
Ergebnisse der Qualitätsbeurteilung der eingeschlossenen Studien
Tabelle 1
Ergebnisse der Qualitätsbeurteilung der eingeschlossenen Studien
Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse zur BMI-Kategorisierung
Tabelle 2
Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse zur BMI-Kategorisierung
Forestplot für den Einfluss des Geschlechts auf die korrekte BMI-Kategorisierung mit Subgruppen für 5 Kontinente, KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; RR, Relatives Risiko
eGrafik 1
Forestplot für den Einfluss des Geschlechts auf die korrekte BMI-Kategorisierung mit Subgruppen für 5 Kontinente, KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; RR, Relatives Risiko
Forestplot für den Einfluss des Geschlechts auf die Unterschätzung der BMI-Kategorie mit Subgruppen für 5 Kontinente, KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; RR, Relatives Risiko
eGrafik 2
Forestplot für den Einfluss des Geschlechts auf die Unterschätzung der BMI-Kategorie mit Subgruppen für 5 Kontinente, KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; RR, Relatives Risiko
Forestplot für den Einfluss des Geschlechts auf die Überschätzung der BMI-Kategorie mit Subgruppen für 5 Kontinente KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; RR, Relatives Risiko; I², Heterogenität
eGrafik 3
Forestplot für den Einfluss des Geschlechts auf die Überschätzung der BMI-Kategorie mit Subgruppen für 5 Kontinente KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; RR, Relatives Risiko; I², Heterogenität
Forestplot für den Einfluss von Normalgewicht oder Übergewicht/Adipositas auf die korrekte BMI-Kategorisierung mit Subgruppen für 5 Kontinente, KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; RR, Relatives Risiko
eGrafik 4
Forestplot für den Einfluss von Normalgewicht oder Übergewicht/Adipositas auf die korrekte BMI-Kategorisierung mit Subgruppen für 5 Kontinente, KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; RR, Relatives Risiko
Forestplot für den Einfluss des Alters auf die korrekte BMI-Kategorisierung mit Subgruppen für Kontinente und die Subgruppe ausschließlich normalgewichtiger Probanden, *Ergebnisse mit Konfounderadjustierung I², Heterogenität; KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; OR, Odds Ratio; vs., versus
eGrafik 5
Forestplot für den Einfluss des Alters auf die korrekte BMI-Kategorisierung mit Subgruppen für Kontinente und die Subgruppe ausschließlich normalgewichtiger Probanden, *Ergebnisse mit Konfounderadjustierung I², Heterogenität; KI, Konfidenzintervall; N, Anzahl der Probanden; OR, Odds Ratio; vs., versus
Funnelplot für den Einfluss des Alters auf die korrekte BMI-Kategorisierung Log(OR), logarithmiertes Odds Ratio; SE, Standardfehler
eGrafik 6
Funnelplot für den Einfluss des Alters auf die korrekte BMI-Kategorisierung Log(OR), logarithmiertes Odds Ratio; SE, Standardfehler
Angepasste Qualitätskriterien (QUADAS-2) (12)
eKasten
Angepasste Qualitätskriterien (QUADAS-2) (12)
Studiencharakteristika der eingeschlossenen Studien
eTabelle 1
Studiencharakteristika der eingeschlossenen Studien
Einfluss des sozioökonomischen Status, der Bildung, des Einkommens und der Arbeit auf die korrekte BMI-Kategorisierung
eTabelle 2
Einfluss des sozioökonomischen Status, der Bildung, des Einkommens und der Arbeit auf die korrekte BMI-Kategorisierung
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