ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2020COVID-19: Mithelfen statt zusehen

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COVID-19: Mithelfen statt zusehen

Gölitz, Fabian

Zu den Beiträgen über die Pandemie COVID-19 im Schwerpunktheft DÄ 13/2020
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Deutschland braucht ... für die derzeitige Krise alle Ärzte die es nur irgendwie kriegen kann. Wir sind derzeit mehr als 1 000 Studenten, die ihr Praktisches Jahr schon beendet haben und jetzt der Krise nur zusehen können, weil unsere mündliche Prüfung oft erst Mitte Juni stattfindet. In den kommenden schlimmsten Monaten würden wir der Gesellschaft also fehlen.

Stellt sich die Frage, ob wir jetzt wichtige Lernzeit gegen Krankenhaus und Infektionsrisiko tauschen und dort dann doch wieder unterbezahlt Hilfstätigkeiten verrichten. Oder ob man unsere Approbation vorläufig einfach erteilt, 1 000 neue Ärzte ins Krankenhaus kommen und ihre Prüfung in einem ruhigen Moment nachholen.

Wir sind bald Ärzte. Als solche können und möchten wir auch arbeiten. Mit Approbation. Als solche möchten und müssen wir auch bezahlt werden.

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Mir wurde als fast fertigem Arzt, ehemaligem Rettungsdienstler mit Intensivtransporterfahrung geraten, auf einer Intensivstation ein bisschen „mitzuhelfen“. Als 400-Euro-Job. Warum erteilt man keine Notapprobation/Approbation auf vorläufiger Basis für alle, die nur noch auf ihre mündliche Prüfung warten. Prüfung dann nachholen, sobald organisationstechnisch möglich. Die allergrößte Mehrheit besteht dieses Examen. Eine Filterfunktion dieser Prüfung existiert nicht und wir brauchen diese Ärzte. Eher gestern als heute.

Fabian Gölitz, Medizinstudent, 45149 Essen

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