ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2020Pneumokokken: Nachschub an Impfstoff bald verfügbar

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Pneumokokken: Nachschub an Impfstoff bald verfügbar

Eckert, Nadine

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Solange es keine Impfung gegen eine Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 gibt, wird insbesondere Risikogruppen empfohlen, sich gegen Pneumokokken impfen zu lassen, die ebenfalls schwere Pneumonien verursachen können. Die verstärkte Nachfrage nach den Impfstoffen löste allerdings Lieferengpässe aus. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bestätigte dem Deutschen Ärzteblatt nun, dass der Pharmahersteller MSD zwei Chargen des Pneumokokken-Impfstoffs Pneumovax 23 aus Japan importiert hat. Damit dürfte in Kürze ein Impfstoff wieder zur Verfügung stehen. Der Import bedeute allerdings, dass die Verpackung und die Gebinde in japanischer Kennzeichnung auf den Markt gebracht würden, sagte Isabelle Be-
keredjian-Ding, Leiterin der Abteilung Mikrobiologie am PEI. Auch die Klebeetiketten mit der Charge für den Impfpass sind in japanischen Schriftzeichen. Ärzte müssten deshalb handschriftlich notieren, dass es sich um Pneumovax 23 handelt. Eine Chargenprüfung durch das PEI war in diesem Fall formal nicht erforderlich. „Nichtsdestotrotz hat das PEI Qualität und Echtheit der Chargen überprüft“, betonte Bekeredjian-Ding. Zu beachten sei, dass der Impfstoff nur begrenzt haltbar sei, nämlich bis zum 11. Juni 2020, und deshalb möglichst schnell verimpft werden sollte. Der Impfstoff soll über den Großhandel in ganz Deutschland verteilt werden. Das PEI weist darauf hin, dass nach wie vor die aktuellen STIKO-Priorisierungen gelten. Es gebe noch viele Risikopatienten, die nicht geimpft seien und weiter zu wenig Impfstoff. Deshalb sei diese notwendig. nec

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