ArchivDeutsches Ärzteblatt PP4/2020Schülerbefragung: Psychosomatische Beschwerden häufig

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Schülerbefragung: Psychosomatische Beschwerden häufig

Hillienhof, Arne; SB

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Viele Schüler leiden unter Kopf,- Rücken-, und Bauchschmerzen. Foto: Philippe Minisini/stock.adobe.com
Viele Schüler leiden unter Kopf,- Rücken-, und Bauchschmerzen. Foto: Philippe Minisini/stock.adobe.com

Mehr als die Hälfte aller Schülerinnen (34 Prozent) und Schüler (20 Prozent) leidet in Deutschland unter regelmäßig auftretenden psychosomatischen Beschwerden. Das hat die Studie „Health Behavior in School-aged Children“ (HBSC) ermittelt. Demnach hat jedes vierte Kind (23 Prozent) Einschlafprobleme, 14 Prozent der Jugendlichen leiden unter Kopf-, 13 Prozent unter Rücken-, jeder zehnte Schüler unter Bauchschmerzen.

„Bei den Mädchen zeigt sich, dass die Beschwerden mit dem Alter deutlich zunehmen“, sagte Prof. Dr. Matthias Richter, Direktor des Instituts für Medizinische Soziologie der Universitätsmedizin Halle (Saale). Dies könne zum einen mit der höheren Sensibilität von Mädchen für ihren eigenen Körper, zum anderen auch auf das Einsetzen der Menstruation zurückgeführt werden, die sich in häufigeren Bauch-/Rückenschmerzen und/oder Gereiztheit widerspiegele.

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Während bei den elfjährigen Mädchen die Quote noch bei etwa einem Viertel liege (26 Prozent), hat laut HBSC-Studie fast die Hälfte (42 Prozent) der 15-jährigen Mädchen psychosomatische Beschwerden. Bei den Jungen ist diese Entwicklung hingegen nicht zu beobachten. Weiterhin stellte die Studie fest, dass fast jeder vierte Junge (23 Prozent) im Alter von 15 Jahren schon mindestens einmal in seinem Leben Cannabis konsumiert hatte.

Die Studie wird unter der Schirmherrschaft der WHO in 49 Ländern Europas und Nordamerika durchgeführt und gilt damit als eine der größten Studien zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen weltweit. hil/sb

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