ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2020Paul-Ehrlich-Institut: Blutspenden trotz Coronakrise sicher

AKTUELL

Paul-Ehrlich-Institut: Blutspenden trotz Coronakrise sicher

afp

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Die Anzahl der Blutspenden ist in der Coronakrise zurückgegangen. Foto: picture alliance/Bernd Wüstneck/dpa
Die Anzahl der Blutspenden ist in der Coronakrise zurückgegangen. Foto: picture alliance/Bernd Wüstneck/dpa

Coronainfizierte ohne Symptome können das Virus bei Blutspenden aller Wahrscheinlichkeit nicht übertragen. Im Blut von Patienten ohne oder mit nur wenigen Symptomen konnte das Genom des Virus nicht nachgewiesen werden, wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mitteilte. Das Virusgenom fand sich lediglich im Serum eines schwer erkrankten Patienten. Die Gefahr einer Übertragung ist laut PEI daher gering. „Unsere Ergebnisse stimmen mit den Befunden anderer Forschungsgruppen überein, die darauf hinweisen, dass der Virusnachweis im Blut von SARS-CoV-2-infizierten Personen mit einem schweren Krankheitsverlauf assoziiert ist“, erklärte PEI-Präsident Klaus Cichutek. Solche Menschen seien von der Blutspende ausgeschlossen. Nach der Auswertung von Labordaten von Infizierten geht das PEI davon aus, dass bestehende Maßnahmen ausreichen, um die Sicherheit von Blut und Blutprodukten zu gewährleisten. Danach sind routinemäßig die Messung der Körpertemperatur und eine infektionsbezogene Befragung zum Ausschluss fieberhaft Erkrankter von der Blutspende vorgeschrieben. Spendewillige mit Anzeichen einer akuten Infektion werden zu einer Blutspende nicht zugelassen. Wegen der Ausbreitung von SARS-CoV-2 gingen Blut- und Plasmaspenden zurück. Das PEI rief daher unter anderem mit dem Robert Koch-Institut zum Blutspenden auf. Dies sei für die Versorgung von Patienten weiter sehr wichtig. afp

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema