ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2020COVID-19: Mehrfachnutzung von Schutzmasken in Praxen möglich

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COVID-19: Mehrfachnutzung von Schutzmasken in Praxen möglich

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Bei Schutzmasken jeglicher Art besteht nach wie vor vielfach eine Mangelsituation. Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress
Bei Schutzmasken jeglicher Art besteht nach wie vor vielfach eine Mangelsituation. Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress

Atemschutzmasken dürfen unter bestimmten Bedingungen mehrfach auch bei verschiedenen Patienten weiterverwendet werden. Das Robert Koch-Institut (RKI) habe sein Papier zum ressourcenschonenden Einsatz von Mund-Nasen-Schutz und FFP-Masken entsprechend aktualisiert, teilte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit. Damit bestehe jetzt auch für das Personal in Arztpraxen die Möglichkeit, eine Schutzmaske mehrmals zu tragen, wenn es an ausreichendem Schutzmaterial fehle, führte die KBV aus. Im ursprünglichen RKI-Papier vom 13. März habe das RKI zwar bei Lieferengpässen und Knappheit der Atemschutzartikel die Wiederverwendung von Mund-Nasen-Schutz (MNS) und FFP-Masken unter definierten Bedingungen ermöglicht. Allerdings hätten diese Maßnahmen nur eine patientenbezogene Weiterverwendung während einer Schicht durch dasselbe Personal vorgesehen. Damit seien die Empfehlungen vor allem für stationäre Einrichtungen und kaum für das ambulante Versorgungssetting relevant gewesen, schreibt die KBV. „Dieser Patientenbezug wurde in dem aktualisierten Dokument aufgegeben, sodass eine Weiterverwendung durch dasselbe Personal während einer Schicht auch patientenübergreifend erfolgen kann“, so die KBV. Das ermögliche es nun auch dem Personal in Arztpraxen, Atemschutzmasken bei Kontakt mit verschiedenen Patienten innerhalb einer Schicht weiterzuverwenden und so bei Knappheit an MNS oder FFP2/3-Masken die Mangelsituation gegebenenfalls etwas zu entschärfen. Das RKI betonte, dass die Wiederverwendung von FFP-Masken und von MNS zwingend eine sichere Handhabung erfordert. Details hat das RKI online zusammengefasst (http://daebl.de/MY23). Die Empfehlungen zum ressourcenschonenden Einsatz von Mund-Nasen-Schutz und FFP-Masken hat das RKI auf Anfrage des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) erstellt. Dies erfolgte in Abstimmung mit dem Ad-hoc-Arbeitskreis zum SARS-CoV-2 des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe und in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. EB

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