ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2020Leichte Atemwegserkrankungen: Telefonische Krankschreibung soll weiter möglich sein

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Leichte Atemwegserkrankungen: Telefonische Krankschreibung soll weiter möglich sein

Maybaum, Thorsten; dpa; afp

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Eigentlich hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am vergangenen Freitag beschlossen, dass Arbeitnehmer bei leichten Atemwegsbeschwerden vom 20. April an wieder für Krankschreibungen zum Arzt gehen müssen. Doch noch am Montag musste der G-BA wieder zurückrudern. G-BA-Chef Prof. Josef Hecken kündigte an, man werde mit „hoher Wahrscheinlichkeit“ eine Verlängerung der Regelung bis zum 4. Mai 2020 beschließen. Ein entsprechender Beschluss, der bis zum Redaktionsschluss nicht vorlag, sollte noch am Montag gefasst werden. Er soll auch rückwirkend zum 20. April gelten. Die Dauer einer telefonischen Krankschreibung soll demnach auf eine Woche begrenzt werden und könne „bei fortdauernder Erkrankung“ einmal verlängert werden. Der G-BA war zuvor für seine Entscheidung, die gegen die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Zahnärzte getroffen worden war, heftig kritisiert worden. Sie sei weder für die Praxen, noch für die Patienten gut, sagte die KBV. Man habe sich für eine Verlängerung bis zum 3. Mai eingesetzt. Aus dem Bundesministerium für Gesundheit hatte es Medienberichten zufolge zunächst geheißen, es handle sich um eine „Entscheidung der Selbstverwaltung“. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte aber dann, er sei nach Gesprächen zuversichtlich, dass es zeitnah eine Lösung geben werde. may/dpa/afp

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