ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2020Robert Koch-Institut: Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum nutzen

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Robert Koch-Institut: Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum nutzen

Eckert, Nadine

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Das Tragen von Masken wird im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen auch von Bund und Ländern empfohlen. In einigen Bundesländern gibt es inzwischen eine Pflicht. Foto: picture alliance/Clara Margais/dpa
Das Tragen von Masken wird im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen auch von Bund und Ländern empfohlen. In einigen Bundesländern gibt es inzwischen eine Pflicht. Foto: picture alliance/Clara Margais/dpa

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seine Empfehlungen zum Infektionsschutz ergänzt und rät nun zum „Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum“. Hintergrund der Empfehlung sei die zunehmende Evidenz, dass ein hoher Anteil von Ansteckungen unbemerkt erfolge, und zwar bereits vor dem Auftreten von Symptomen, wie es im Epidemiologischen Bulletin heißt. Bereits ein bis drei Tage vor Auftreten der Symptome kann es zu einer Ausscheidung von hohen Virusmengen kommen. Eine teilweise Reduktion dieser unbemerkten Übertragung von infektiösen Tröpfchen durch das Tragen von MNB könnte auf Populationsebene zu einer weiteren Verlangsamung der Ausbreitung beitragen, so das RKI. Dies gilt für Situationen im öffentlichen Raum, an denen mehrere Menschen zusammentreffen und sich dort länger aufhalten – etwa am Arbeitsplatz – oder der physische Abstand von mindestens 1,5 Meter nicht immer eingehalten werden kann, wie zum Beispiel im Supermarkt oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Als Mund-Nasen-Bedeckung definiert das RKI kommerziell und privat hergestellte Masken aus handelsüblichen, unterschiedlich eng gewebten Baumwollstoffen. In ihrer Funktionsweise entsprächen sie am ehesten
einem chirurgischen Mund-Nasen-Schutz – dienten also dem Fremdschutz. Sie seien aber keine Medizinprodukte und unterlägen nicht entsprechenden Prüfungen oder Normen. Das RKI erinnerte daran, dass der Einsatz von MNB die zentralen Schutzmaßnahmen, wie die (Selbst-)Isolation Erkrankter, die Einhaltung der physischen Distanz von mindestens 1,5 Meter, die Hustenregeln und die Händehygiene zum Schutz vor Ansteckung nicht ersetzen kann. Diese zentralen Schutzmaßnahmen müssten weiterhin eingehalten werden. Wichtig ist dem RKI zufolge auch die hygienische Handhabung und Pflege der MNB: Die Masken dürften − insbesondere beim Auf- und Absetzen − nicht berührt werden. nec

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