ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2020Coronakrise: Bund finanziert Mietwagen für Klinikmitarbeiter

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Coronakrise: Bund finanziert Mietwagen für Klinikmitarbeiter

dpa; Maybaum, Thorsten

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Kostenfreie Mietwagen können einen Arbeitsweg ohne Ansteckungsgefahr ermöglichen. Foto: Kritchanut/iStock
Kostenfreie Mietwagen können einen Arbeitsweg ohne Ansteckungsgefahr ermöglichen. Foto: Kritchanut/iStock

Die Bundesregierung will medizinischem Personal bestimmter Einrichtungen in der Coronakrise einen Mietwagen für den Weg zur Arbeit finanzieren. Das erklärte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) im Parlament bei einer Befragung der Bundesregierung. „Wir wollen Menschen, die in systemrelevanten medizinischen Einrichtungen wie Kliniken, Pflegestationen oder Corona-Testlaboren arbeiten, schnell und unbürokratisch unterstützten“, hatte Scheuer (CSU) auch den Zeitungen der Funke Mediengruppe gesagt. „Wir machen es möglich, dass sie Mietwagen für den Arbeitsweg nutzen können. Die Kosten übernimmt der Bund“, so Scheuer. Dafür sollen in den kommenden beiden Monaten zehn Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Der Leihwagen dürfe höchstens 400 Euro im Monat kosten, 125 Freikilometer pro Tag seien eingeschlossen, heißt es in dem Bericht weiter. Beginnen solle das Förderprogramm in dieser Woche. Die Anträge auf Förderung könnten von den teilnehmenden Mietwagenfirmen bei der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) eingereicht werden. Der Arbeitgeber müsse einen Arbeitsnachweis beifügen. Scheuer machte deutlich, dass das auch der Wirtschaft helfen soll. Er sprach von einer „Win-win-Situation für medizinisches Personal und Wirtschaft“. In Nordrhein-Westfalen gibt es eine solche Mietwagenregelung bereits. Mitarbeiter von Krankenhäusern, die kein eigenes Auto haben, können dort schon kostenfrei auf einen Leihwagen zurückgreifen. dpa/may

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