ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2020Robert Koch-Institut: Bei Atemwegssymptomen auf SARS-CoV-2 testen

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Robert Koch-Institut: Bei Atemwegssymptomen auf SARS-CoV-2 testen

Eckert, Nadine; afp; dpa

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Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt die generelle Testung aller Menschen mit Atemwegssymptomen auf eine mögliche Infektion mit SARS-CoV-2. Die Testung ist damit nicht mehr länger an die Bedingung geknüpft, dass es ausreichend Testkapazitäten gibt. Das liege zum einen daran, dass mehr Testkapazitäten zur Verfügung stünden, sagte RKI-Vizepräsident Prof. Dr. med. Lars Schaade in Berlin. Zum anderen sei die Erkältungssaison vorbei und es seien jetzt „mehr Treffer“ zu erwarten. Als dritten Grund für die Änderung der Empfehlung nannte Schaade die Lockerung der Ausgangsbeschränkungen. Jetzt sei es besonders wichtig, SARS-CoV-2-Infektionen schon bei schwachen Symptomen zu erkennen. „Wir empfehlen dringend, dass jeder mit einem Atemwegsinfekt, ob Husten oder Fieber, auch getestet werden sollte“, betonte er. Zugleich warnte der RKI-Vize angesichts der Lockerung der Kontaktbeschränkungen vor Nachlässigkeit. Dass Deutschland bislang vergleichsweise gut durch die Epidemie gekommen sei, sei den frühen und strengen Maßnahmen zu verdanken. Schaade verwies darauf, dass innerhalb weniger Wochen mehr als 5 000 Menschen an COVID-19 gestorben seien, „und es werden leider auch noch mehr Menschen sterben“. Es dürfe jetzt „keinen Erdrutsch an weiteren Lockerungen“ geben. Wenn es wieder zu mehr Kontakten komme, werde es auch mehr Ansteckungen geben. Im schlimmsten Fall sei man schnell an einem Punkt, an dem die Epidemie nicht mehr beherrschbar sei, so Schaade. nec/afp/dpa

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