ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2020Beatmungsplätze: Intensivregister wieder öffentlich zugänglich

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Beatmungsplätze: Intensivregister wieder öffentlich zugänglich

Hillienhof, Arne

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Freie und belegte Intensivbetten: Die Darstellung beruht auf den jeweils aktuellsten Meldungen von über 1 000 Meldebereichen aus den letzten 60 Stunden (Stand 23.4.2020, 10 Uhr). Quelle: DIVI-Intensivregister
Freie und belegte Intensivbetten: Die Darstellung beruht auf den jeweils aktuellsten Meldungen von über 1 000 Meldebereichen aus den letzten 60 Stunden (Stand 23.4.2020, 10 Uhr). Quelle: DIVI-Intensivregister

767 Krankenhausstandorte beteiligen sich mittlerweile an dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Es ist mittlerweile auf eine neue Datenbank umgezogen und zeigt nun wieder die Ist-Situation auf Deutschlands Intensivstationen. „Wir haben einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des Registers erreicht“, sagte Prof. Dr. med. Christian Karagiannidis, Sprecher der DIVI-Sektion „Lunge – Respiratorisches Versagen“ sowie Leiter des ECMO-Zentrums der Lungenklinik Köln-Merheim.

Eine wichtige Erweiterung im neuen DIVI-Intensivregister ist ein Prognose-Modell, das gemeinsam von der DIVI und dem Robert Koch-Institut (RKI) entwickelt wird. „Die Zahlen der COVID-19-Patienten, die Anzahl der Intensivbetten, die Entwicklung der Neuerkrankungen und das Wissen, wie lange die Patienten in etwa auf der Intensivstation behandelt werden, ermöglichen es uns, in den kommenden Tagen, eine erste Vorhersage zur Entwicklung der Bettenkapazitäten auf den Intensivstationen treffen zu können“, so Karagiannidis.

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Dieser Blick in die Zukunft verschaffe den Intensivmedizinerinnen und -medizinern im Zweifel Zeit, Patientinnen und Patienten in andere Krankenhäuser zu verlegen, um sich auf akute neue Fälle vorzubereiten, sagte der DIVI-Präsident Prof. Dr. med. Uwe Janssens. Dies sei von „höchster Bedeutung“.

Nächstes Ziel der Fachgesellschaft ist, dass alle Krankenhäuser ihre freien Intensivkapazitäten an das Register melden. „Das dauert in der Regel drei Minuten – und wird jetzt in der Pandemiesituation Leben retten“, sagte Karagiannidis. hil

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