ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2020Christian Büchel: Chronischem Schmerz auf der Spur

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Christian Büchel: Chronischem Schmerz auf der Spur

Richter-Kuhlmann, Eva

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Christian Büchel, Foto: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Christian Büchel, Foto: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

Der Frage, wie sich aus einem akuten Schmerz ein chronisches Leiden entwickelt, geht Prof. Dr. med. Christian Büchel (54) in dem neuen Forschungsprojekt „PainPersist“ am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) nach. Der Europäische Forschungsrat (ERC) zeichnete den Neurologen dafür jetzt erneut mit einem ERC Advanced Grant aus. Seine wissenschaftlichen Untersuchungen werden somit in den kommenden fünf Jahren mit insgesamt 2,5 Millionen Euro gefördert.

Büchel hatte mit seinem Team in früheren Untersuchungen festgestellt, dass Erwartungen einen sehr großen Einfluss auf die Schmerzwahrnehmung haben. „In unserem neuen Forschungsprojekt wollen wir nun gezielt diese psychologischen Prozesse mit modernen neurobiologischen Methoden wie der funktionellen Kernspintomografie und der Magnetresonanzspektroskopie untersuchen, um die Mechanismen der Schmerzchronifizierung besser zu verstehen“, erläutert der Direktor des Instituts für Systemische Neurowissenschaften des UKE. In großen Studien sollen gezielt Methoden getestet werden, die die Schmerzchronifizierung verhindern sollen. Darüber hinaus soll mithilfe künstlicher Intelligenz ein Verfahren entwickelt werden, dass es Schmerzpatienten ermöglicht, ihre Schmerzen zu kontrollieren.

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Büchel studierte Medizin an den Universitäten Heidelberg und Mannheim und ist nach mehrjährigen Forschungen in Großbritannien seit 2005 Lehrstuhlinhaber für Systemische Neurowissenschaften am UKE. 2011 wurde er mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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