ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2020COVID-19-Pandemie: Kliniken sollen Zahl der Operationen wieder erhöhen

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COVID-19-Pandemie: Kliniken sollen Zahl der Operationen wieder erhöhen

Beerheide, Rebecca

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Elektive Eingriffe sollen in den Krankenhäusern wieder stattfinden. Foto: santypan/stock.adobe.com
Elektive Eingriffe sollen in den Krankenhäusern wieder stattfinden. Foto: santypan/stock.adobe.com

Die Krankenhäuser in Deutschland sollen die elektiven Operationen wieder hochfahren. Außerdem soll künftig jeder Patient bei Aufnahme in ein Krankenhaus auf COVID-19 getestet werden. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat ein entsprechendes Konzept vorgelegt, das von den für Krankenhausplanung zuständigen Bundesländern umgesetzt werden soll. Nachdem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) am 13. März die Krankenhäuser aufgefordert hatte, alle aus medizinischer Sicht nicht dringend notwendigen elektiven Eingriffe zu stoppen, lasse es die derzeitige Entwicklung zu, „ab Mai einen Teil der Krankenhauskapazitäten auch wieder für planbare Operationen zu nutzen“. Dafür empfiehlt das BMG in seinem Konzept, dass die freizuhaltenden Intensivkapazitäten für COVID-19-Patienten nun 25 Prozent betragen sollen und nicht wie bisher 50 Prozent. Auch sollen die OP-Kapazitäten „in einem ersten Schritt“ zu 70 Prozent für Elektiveingriffe geöffnet werden. „Über diese Vorgabe hinaus sollten die Krankenhäuser in der Lage sein, je nach Pandemieverlauf innerhalb von 72 Stunden weitere Intensiv- und Beatmungskapazitäten zu organisieren“, so der Minister. Spahn erklärte auch, dass ein „neuer Alltag“ auch für die Kliniken definiert werden solle. Demnach soll alle zwei Wochen das Geschehen evaluiert und damit schrittweise weitere OP-Kapazitäten um etwa zehn Prozent erhöht werden können. Dafür sei auch die Zahl der freien Intensivbetten bundesweit sowie regional ausschlaggebend. Um die Zahl der benötigen Beatmungsplätze besser abschätzen zu können, soll es eine Weiterentwicklung des DIVI-Intensivregisters geben, damit dort künftig der Bedarf an Intensivbetten für die nächsten zwei Wochen vorausgesagt wird. Diese 14-tägige Re-Evaluation von Kapazitäten sieht die Deutsche Krankenhausgesellschaft kritisch. Es handele sich um ein „theoretisches Rechenmodell“, das die Krankenhäuser nicht einheitlich umsetzen könnten, hieß es. bee

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