ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2020Leichte Atemwegserkrankungen: Telefonische Krankschreibung bis 18. Mai möglich

AKTUELL

Leichte Atemwegserkrankungen: Telefonische Krankschreibung bis 18. Mai möglich

Maybaum, Thorsten; dpa

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Telefonie und Videotelefonie können Ärzte für die Krankschreibung nutzen. Foto: auremar/stock.adobe.com
Telefonie und Videotelefonie können Ärzte für die Krankschreibung nutzen. Foto: auremar/stock.adobe.com

Ärzte können Versicherte mit Erkrankungen der oberen Atemwege, die keine schwere Symptomatik aufweisen, vorerst bis zum 18. Mai telefonisch Krankschreiben. Eine Sonderregelung für die Coronakrise hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) jetzt verlängert. Sie wäre sonst am 4. Mai ausgelaufen. Befristet gilt damit nun weiter, dass Arbeits­unfähigkeits­bescheinigungen (AU) wegen leichter Atemwegserkrankungen für bis zu sieben Kalendertage auch telefonisch möglich sind. Sie kann einmalig um weitere sieben Tage verlängert werden. Die telefonische Anamnese durch Vertragsärzte müsse „im Wege der persönlichen ärztlichen Überzeugung“ vom Zustand der Versicherten durch eingehende Befragung erfolgen, mahnt der G-BA. Die Möglichkeit der telefonischen Anamnese umfasse auch die technisch weitergehende Videotelefonie. Das Gremium wies erneut darauf hin, es gelte unabhängig von der Ausnahmeregelung zur telefonischen Befunderhebung weiter, dass Versicherte bei typischen COVID-19-Symptomen, nach Kontakt zu COVID-19-Patienten und bei unklaren Symptomen von Infektionen der oberen Atemwege vor dem Arztbesuch telefonisch Kontakt zur Praxis aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen sollten. Der G-BA kündigte an, rechtzeitig vor dem 18. Mai 2020 über eine mögliche erneute Verlängerung zu entscheiden. Hintergrund ist, Ansteckungsmöglichkeiten zu verringern und Praxen zu entlasten. may/dpa

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema