ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2000Entschädigung für Arzneimittel-Opfer

SPEKTRUM: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Entschädigung für Arzneimittel-Opfer

Dtsch Arztebl 2000; 97(9): A-502 / B-442 / C-404

afp

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LNSLNS BERLIN. Das Bundeskabinett hat eine Regelung zur Entschädigung für die Opfer des größten DDR-
Arzneimittelskandals beschlossen. Mehr als 2 300 Frauen, die sich Ende der Siebzigerjahre durch ein Medikament mit dem Hepatitis-C-Virus infizierten, sollen nach Angaben des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums noch in diesem Jahr eine einmalige Entschädigung sowie monatliche Rentenzahlungen erhalten. Die Frauen waren nach Durchführung einer Anti-D-Immunprophylaxe mit Hepatitis infiziert worden. Die Prophylaxe sollte bei Frauen, deren Blut Rhesus-negativ ist, Gesundheitsschäden durch eine Unverträglichkeit mit dem Blut ihrer neugeborenen Kinder verhindern.
Der Gesetzentwurf sieht Einmalzahlungen von 7 000 DM bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von zehn Prozent vor. Je nach Minderungsgrad kann die Einmalzahlung 30 000 DM betragen. Die Rente soll je nach Erwerbsfähigkeit zwischen 500 und 2 000 DM im Monat liegen. Bund und Länder teilen sich die Kosten jeweils zur Hälfte, wobei die neuen Länder mit Berlin 37,6 Prozent und die alten Länder 12,4 Prozent des Gesamtbetrags übernehmen. afp
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