ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2000Andrea Fischer: Armut bedroht Gesundheit

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Andrea Fischer: Armut bedroht Gesundheit

IW

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LNSLNS KÖLN. Anlässlich eines Symposiums zum zehnjährigen Bestehen des Gesun-
de-Städte-Netzwerks beklagte Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer Defizite in der Gesundheitsversorgung sozial Benachteiligter. Sie wies darauf hin, dass für die Gesundheitsförderung neben ausreichender medizinischer Versorgung auch in Deutschland für weite Bevölkerungskreise eine umfassende Verbesserung der Lebensbedingungen nötig sei. Armut stelle längst kein Randphänomen mehr dar, und viele Studien belegten den Zusammenhang von sozialer Schichtung und Gesundheit. Bestehende Maßnahmen zur Gesundheitsförderung würden immer noch eher von Menschen aus guten sozialen Verhältnissen in Anspruch genommen.
Insbesondere die große Zahl der Kinder und Jugendlichen in der Armutsbevölkerung sei erheblichen Gesundheitsgefährdungen ausgesetzt. Hierzu kündigte die Ministerin an, einen speziellen Kindersurvey durchzuführen, der detailliert über den Gesundheitszustand, die gesundheitliche Versorgung und die gesundheitsrelevanten Lebensweisen von Kindern und Jugendlichen Aufschluss geben soll. IW
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