ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2020Kassenärztliche Bundesvereinigung: Höhere Stundenkontingente für Bezugspersonen

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Kassenärztliche Bundesvereinigung: Höhere Stundenkontingente für Bezugspersonen

Bühring, Petra

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In der Psychotherapie treten ab Juli nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) einige Änderungen in Kraft. Eine Neuerung betrifft die psychotherapeutische Akutbehandlung von Kindern und Jugendlichen sowie Menschen mit geistiger Behinderung. Für diese Patienten ständen künftig höhere Stundenkontingente zur Verfügung, um Bezugspersonen in die Therapie einbeziehen zu können. Dabei gelte dasselbe wie für die Richtlinien-Psychotherapie: Für jeweils vier Einheiten des Patienten komme maximal eine Einheit für den Einbezug der Bezugspersonen dazu.

Bei Menschen mit geistiger Behinderung sei das Vorliegen einer Diagnose des Abschnitts Intelligenzstörung (F70-F79) nach ICD-10 Voraussetzung dafür, dass Bezugspersonen einbezogen werden können. Der Therapeut müsse dies im neuen Formblatt PTV 12 entsprechend angeben.

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Therapeuten müssten darüber hinaus ab 1. Juli in ihrer Abrechnung kennzeichnen, wenn eine Richtlinientherapie beendet wurde. Dafür gebe es zwei Zusatzziffern: die 88130 für die Beendigung einer Psychotherapie ohne anschließende Rezidivprophylaxe und die 88131 für die Beendigung mit anschließender Rezidivprophylaxe. Beide Zusatzziffern seien ab dem dritten Quartal in der Praxissoftware hinterlegt und würden im Rahmen der Abrechnung übermittelt.

Eine weitere Neuerung betrifft die Testverfahren nach den GOP 35600 bis 35602. Aufgrund der Änderungen in der Psychotherapie-Vereinbarung könnten sie in der Langzeittherapie in allen Psychotherapieverfahren häufiger abgerechnet werden: Statt bisher fünfmal im Therapieverlauf seien sie dann insgesamt bis zu siebenmal berechnungsfähig. PB

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