ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2020COVID-19-Pandemie: Psychologische Betreuung für Ärzte und Pfleger

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COVID-19-Pandemie: Psychologische Betreuung für Ärzte und Pfleger

Hillienhof, Arne

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Besonders gefährdet sind Pflegekräfte auf Intensivstationen. Foto: picture alliance/AP Photo
Besonders gefährdet sind Pflegekräfte auf Intensivstationen. Foto: picture alliance/AP Photo

Eine psychologische Betreuung für Ärzte und Pflegepersonal, die COVID-19-Patienten betreuen, fordert die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Nach Angaben der der Fachgesellschaft sind besonders Pflegekräfte auf Intensivstationen gefährdet, weil sie in den Häusern an der unmittelbaren Schnittstelle zwischen schwerkranken Patienten, deren Angehörigen und dem medizinischen Versorgungssystem arbeiten. An dieser Schnittstelle seien es die psychischen, moral-ethischen und sozialen Aspekte, die sehr häufig zu auftretenden Belastungsspitzen führen“, erläuterte Tilmann Müller-Wolff, Sprecher der Sektion Pflegeforschung und Pflegequalität der DIVI. „Langfristig müssen dringend Standards für die innerklinischen Krisenhilfen für Beschäftigte entwickelt werden“, forderte deshalb Teresa Deffner, Sprecherin der DIVI-Sektion Psychologische Versorgungsstrukturen in der Intensivmedizin. Das Konzept eines Peer-Support, das in einigen wenigen Kliniken etabliert werden konnte, könne für Pflegepersonal und Ärzte eine große Hilfe sein.

Die DIVI spricht sich dafür aus, Vertreter von Bundesbehörden, Kammern, Fachverbänden, der Krankenhausgesellschaft und Kostenträger sowie Wissenschaftler und erfahrene Akteure im klinischen Feld zusammenzubringen und gemeinsam ein Konzept für eine innerklinische Krisenhilfe zu etablieren. hil

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