ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2020Kinderschutz in der Coronakrise: Missbrauchsbeauftragter bittet um Wachsamkeit

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Kinderschutz in der Coronakrise: Missbrauchsbeauftragter bittet um Wachsamkeit

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Die neue Internetseite soll helfen, Kinder vor sexuellem Missbrauch zu schützen
Die neue Internetseite soll helfen, Kinder vor sexuellem Missbrauch zu schützen

Der Unabhängige Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, hat vor dem Hintergrund der Coronakrise alle Bürger zur Mithilfe im Kampf gegen Kindesmissbrauch aufgerufen. Um das Anliegen zu unterstützen, wurde die neue Internetseite kein-kind-alleine-lassen.de freigeschaltet. Dort gibt es es neben Infos zu Ansprechpartnern bei Verdacht auf Kindesmissbrauch auch Flyer und Plakate zum Ausdrucken. „Schon das Aufhängen eines Flyers im Hausflur kann helfen, die Nachbarschaft daran zu erinnern, sich um Kinder und Jugendliche aus dem eigenen Umfeld zu kümmern“, sagte Rörig. Für Kinder und Jugendliche gibt es auf der Webseite auch eine Chatfunktion für direkten Kontakt zu Ansprechpartnern, die Hilfe vermitteln können. Gefährdete oder betroffene Kinder könnten momentan möglicherweise nicht unbeobachtet telefonieren, wenn Täter ganztägig zu Hause seien.

Experten hatten angesichts der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen vor einer Zunahme häuslicher und familiärer Gewalt gewarnt. Das Risiko ist Rörig zufolge auch deshalb sehr hoch, weil Kitas, Schulen, Sportvereine geschlossen sind, wo sonst die Möglichkeit bestehe, dass innerfamiliäre Gewalt bemerkt werde. dpa

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