SUPPLEMENT: Perspektiven der Diabetologie

Editorial

Dtsch Arztebl 2020; 117(20): [3]

Zylka-Menhorn, Vera

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Dr. med. Vera Zylka-Menhorn Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven
Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

Durch die Umstellungen in der klinischen Versorgung zugunsten infektiologischer Maßnahmen droht in Deutschland eine Unterversorgung von chronisch Erkrankten und Personen mit akuten Beschwerden. „Der gesundheitspolitische Fokus hat sich so sehr auf die COVID-19-Patienten gerichtet, dass chronisch und akut Erkrankte nun Gefahr laufen, unter die Räder zu geraten“, mahnt Prof. Dr. med. Monika Kellerer, Präsidentin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).

Endokrinologen und Diabetologen beobachten derzeit einen starken Rückgang der Patientenzahlen in Praxen, Ambulanzen sowie Notambulanzen. Mancherorts wurden Diabetesabteilungen sogar zugunsten der Versorgung von Patienten mit COVID-19 geschlossen. Als Folge werden dringliche Vorsorge- und Behandlungstermine häufig verschoben. Kellerer gibt zu bedenken, dass es noch ein Jahr und länger dauern könne, bis eine ausreichende „Durchseuchung“ der Bevölkerung erfolgt sei und/oder ein Impfstoff zur Verfügung stehe. Deshalb sei eine umsichtige Rückkehr zu einer Normalität in der Versorgung geboten.

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Dazu gehört bei Patienten mit Diabetes auch die Therapie von Komorbiditäten an Nieren, Herz und Lipidstoffwechsel, deren aktuelle Entwicklungen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in dieser Ausgabe vorstellen möchten. Bleiben Sie gesund!

Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

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