ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2000Sieben Listeriose-Tote in Frankreich

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Sieben Listeriose-Tote in Frankreich

afp

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LNSLNS PARIS. In Frankreich sind seit November sieben Menschen an Listeriose gestorben, vermutlich ausgelöst durch verseuchte Schweinezunge in Aspik. Der Lebensmittelkrankheit, die durch Listeria-Bakterien übertragen wird, fielen nach Angaben des nationalen Gesundheitsamtes fünf alte und geschwächte Menschen sowie zwei Neugeborene zum Opfer. Insgesamt seien landesweit 24 Fälle registriert worden, sagte der Generaldirektor der Behörde, Jacques Drucker. Besonders anfällig für die Listeria-Bakterien sind Frischfleischprodukte sowie die in Frankreich beliebten Käsesorten aus Rohmilch. Listeriose-Infektionen können hohes Fieber, Erbrechen und Übelkeit hervorrufen. Gefährlich ist die Krankheit vor allem für Kinder, ältere Menschen und Schwangere. Ausgerechnet eine im Zusammenhang mit der Listeriose-Erkrankung überprüfte Wurstfabrik, in der auch Schweinezunge in Aspik hergestellt wurde, ist abgebrannt. Dadurch werden die laufenden Ermittlungen erschwert. Ob es sich um Brandstiftung handelt, mit dem Ziel, Spuren zu vernichten, ist noch unklar. afp
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