ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2000Neu: Telefonischer Informationsdienst „Krebsschmerz“

POLITIK: Medizinreport

Neu: Telefonischer Informationsdienst „Krebsschmerz“

Dtsch Arztebl 2000; 97(9): A-514 / B-416 / C-393

EB

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LNSLNS Ab dem 2. März können Patienten, Angehörige und Ärzte unter der Telefonnummer 0 62 21/42 20 00 im Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg anrufen und sich über aktuelle Erkenntnisse der Forschung und Standards in Diagnostik und Therapie von Schmerzen bei Krebserkrankungen informieren.
Der mit Mitteln des Bundesministeriums für Gesundheit - in Ergänzung zum Angebot des Krebsinformationsdienstes - eingerichtete Telefondienst schafft zusätzliche Kapazitäten für die Beantwortung von Fragen zum Thema Krebsschmerz und -therapie. Dieser Dienst ist eine Anlaufstelle für Patienten und Angehörige, die nach den bisher in Deutschland erhobenen Daten vielfach nicht genügend darüber informiert sind, dass es zur Behandlung von Krebsschmerzen vielfältige Methoden und international abgestimmte Vorgehensweisen gibt. Die Zahl der Krebsschmerzpatienten wird in Deutschland auf 480 000 geschätzt.
Aber auch speziell für niedergelassene Ärzte soll der Zugang zu adäquaten Informationen erleichtert werden. Die Hotline vermittelt individuelle Beratungen mit schmerztherapeutisch erfahrenen Kollegen und nennt Bezugsquellen für Hilfsmittel und Informationsmaterialien. Ziel dieser Serviceeinrichtung ist es auch, Vorurteile gegenüber der Verordnung von Opioiden abzubauen. Der "Informationsdienst Krebsschmerz" kooperiert mit dem Schmerzzentrum, einer Einrichtung der Universitätsklinik für Anästhesiologie der Universität Heidelberg; damit verfügt der "Informationsdienst Krebsschmerz" über eine direkte Hotline zu den dort tätigen Ärzten. Diese - wie auch andere Schmerztherapeuten der Universitätskliniken Mannheim oder aus den schmerztherapeutischen Praxen im Heidelberger Raum - sind zudem in die Fortbildung der Mitarbeiter am Telefon und der wissenschaftlichen Rechercheure eingebunden. EB

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