Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Potenziell tödliche Interaktion von Brivudin mit Fluoropyrimidinen – Eine Wechselwirkung zwischen Brivudin und Fluoropyrimidinen wie zum Beispiel Fluorouracil (5-FU), Capecitabin, Tegafur oder Flucytosin könnte tödliche Folgen haben. Nach einer Behandlung mit Brivudin muss mindestens 4 Wochen gewartet werden, bevor eine Therapie mit Fluoropyrimidinen begonnen werden kann. Dies gilt auch für topische Fluoropyrimidin-Präparate sowie für die antimykotische Therapie mit Flucytosin.

Das Virustatikum Brivudin wird zur Behandlung von Herpes zoster bei immunkompetenten Erwachsenen eingesetzt. Fluoropyrimidine sind entweder antineoplastisch (etwa 5-FU und dessen Prodrugs Capecitabin und Tegafur) oder antimykotisch (Flucytosin) wirksam. Brivudin hemmt das Enzym Dihydropyrimidindehydrogenase (DPD), das Pyrimidin-basierte Arzneimittel verstoffwechselt. Die gleichzeitige Gabe von Brivudin und 5-Fluoropyrimidinen kann zur Akkumulation und verstärkten Toxizität führen (vgl. Drug Safety Mail 2019–11). mls

Quelle: Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) Drug Safety Mail 2020-31

Überzeugende Real-World-Daten für NEPA – Die Real-World-Studie AkyPRO zeigt, dass NEPA (Akynzeo®, Riemser), eine orale Fixkombination aus Netupitant und Palonosetron, präventiv gegen akute und verzögerte Chemotherapie-induzierte Nausea und Emesis (CINV) wirkt.

In die prospektive, nicht interventionelle Studie waren 2 429 Erwachsene mit unterschiedlichen Tumorerkrankungen eingeschlossen, die mit einer hoch bzw. moderat emetogenen Chemotherapie (HEC bzw. MEC) und NEPA behandelt wurden.

Die Auswertung zeigt, dass das Erbrechen unter NEPA gut kontrolliert war und die Lebensqualität kaum beeinflusste: Von den NEPA-Patienten waren 85 % unter MEC bzw. 82 % unter HEC im Zyklus 1 im Alltag nicht durch Erbrechen beeinträchtigt. Für mehr als die Hälfte (54 % bzw. 59 %) galt das auch mit Blick auf die Übelkeit. Insgesamt sprachen drei Viertel (75 %) der Patienten vollständig auf NEPA an, das sich zudem als sicher erwies. MW

Quelle: Karthaus M, et al.: Future Oncol 2020; 16 (14): 939–53.

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote