ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2020COVID-19-Pandemie: Psychische Störungen werden zunehmen

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COVID-19-Pandemie: Psychische Störungen werden zunehmen

Zielasek, Jürgen; Gouzoulis-Mayfrank, Euphrosyne

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Es ist mit einem Anstieg von Anpassungsstörungen, Angsterkrankungen, Depressionen und Traumafolgestörungen aufgrund der COVID-19-Pandemie zu rechnen. Dem wird voraussichtlich eine lang dauernde Phase zunehmender Inanspruchnahme des psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgungssystems folgen.

Foto: kieferpix/stock.adobe.com
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Die COVID-19-Pandemie erreichte im Februar 2020 Deutschland. Soziale Kontakteinschränkungen und ein wirtschaftlicher „Lockdown“ waren die Folgen. Abläufe in ambulanten und stationären Versorgungseinrichtungen wurden erheblich umgestellt. Dauer und Ausmaß der psychosozialen Belastungen und wirtschaftlichen Folgen sind nicht absehbar.

Die Inzidenz psychischer Erkrankungen in der Pandemie ist nicht bekannt. Eine Selbstauskunft von medizinischem Personal in China zeigte Belastungen bei 50 Prozent für Depressionen, 45 Prozent für Angst, 34 Prozent für Schlafstörungen und 72 Prozent für allgemeine Belastungssymptome (1). Posttraumatische Symptome waren bei medizinischem Personal bei rund sieben Prozent bereits in der Initialphase zu finden (2). In Deutschland zeigten eine Umfrage bei niedergelassenen Neurologen und Psychiatern sowie eine Literaturübersicht bei stationär eingesetztem medizinischen Personal hohe Belastungswerte (3, 4). In der Allgemeinbevölkerung schätzten in einer Onlineumfrage Ende Januar 2020 (kurz nach Beginn der COVID-19-Epidemie in China) 54 Prozent der 1 210 Teilnehmenden aus 194 Städten in China ihre psychologische Belastung als mäßig bis stark ein. 17 Prozent berichteten über Symptome einer Depression, 29 Prozent über mäßige bis schwere Angstsymptome und acht Prozent über erheblichen Stress (5). Vergleichbare Erhebungen psychischer Belastungen in der Allgemeinbevölkerung liegen für Deutschland noch nicht vor.

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Eingeschränkt vergleichbar mit der aktuellen COVID-19-Pandemie ist die SARS-Pandemie von 2003. Diese war allerdings kürzer verlaufen und hatte nicht dasselbe Ausmaß an weltweiten Kontakteinschränkungen zur Folge gehabt: zehn bis 35 Prozent der SARS-Erkrankten in der Akutphase (bis zu einem Monat nach der Erkrankung) wiesen eine psychische Erkrankung auf und circa 64 Prozent hatten beim Ein-Jahres-Follow-up im General Health Questionnaire einen Score, der auf eine psychische Erkrankung hinwies (6). In Hongkong trat eine um ein Drittel erhöhte Suizidrate bei älteren Menschen auf (7). In einer Community Health Clinic in Singapur wiesen 16 Wochen nach dem Ausbruch der SARS-Epidemie 22,9 Prozent von 415 Nutzerinnen und Nutzern Symptome einer SARS-bezogenen psychischen Erkrankung auf und bei 25,8 Prozent fanden sich Zeichen einer Traumafolgestörung (8). Die „Baseline“-Raten lagen in Singapur bei 16,6 Prozent für Zeichen einer psychischen Erkrankung und bei 9,4 Prozent für Zeichen einer Traumafolgestörung. Eine Nachuntersuchung nach 30 Monaten in Hongkong zeigte eine kumulative Inzidenz einer DSM-IV-Diagnose von 59 Prozent bei SARS-Überlebenden (n = 90). Die aktuelle Prävalenz lag bei 33,3 Prozent. 25 Prozent litten unter einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) und 16 Prozent unter einer depressiven Störung (9). Nach dreieinhalb Jahren waren die Prävalenzen der psychischen Erkrankungen bei SARS-Überlebenden in Hongkong in einer ähnlichen Größenordnung wie nach einem Jahr (10). Psychische Störungen traten im 3,5-Jahres-Verlauf bei SARS-Überlebenden bei 42,5 Prozent auf, vor allem PTBS und Depressionen. Bei medizinischem Personal (Toronto, Kanada) lag die zwei-Jahres-Rate zusätzlicher psychischer Störungen bei fünf Prozent, was gegenüber der Allgemeinbevölkerung leicht erhöht war (11). Eine chinesische Studie ergab eine PTBS-Prävalenz von 44 Prozent innerhalb von vier Jahren (12).

Die Erfahrungen mit früheren Virusepidemien (13,14) und Wirtschaftskrisen (15) zeigen, dass soziale Isolation und abzusehende wirtschaftliche Folgen ungünstige Faktoren für die seelische Gesundheit in der Allgemeinbevölkerung sind. Eine aktuelle Schätzung geht von 2 135 bis 9 570 zusätzlichen Suiziden weltweit im Rahmen der COVID-19-Pandemie aus (16).

Zur Rolle psychischer Vorerkrankungen gibt es nur wenige Erfahrungen aus früheren Epidemien. In der SARS-Epidemie waren nur wenige Prozent der Betroffenen bereits vor der SARS-Erkrankung psychisch erkrankt gewesen (zum Beispiel 3,3 Prozent in Hongkong, [10]). Allerdings zeigte eine Studie mittels strukturierter diagnostischer Interviews in Kanada, dass bei 30 Prozent der im Gesundheitswesen Berufstätigen im früheren Leben eine psychische Vorerkrankung aufgetreten war, und dass bei diesen Berufstätigen eine signifikante Assoziation mit dem Auftreten einer psychischen Erkrankung nach der SARS-Epidemie bestand (11). Bei Krankenhausmitarbeitenden in China wurde eine Assoziation zwischen der Erfahrung traumatischer Lebensereignisse vor der SARS-Epidemie und dem Auftreten depressiver Symptome nach dem SARS-Ausbruch gefunden (17). In Deutschland wurde über einen Fall einer COVID-19-assoziierten Krankheitsverschlechterung bei einer wahnhaften Störung berichtet (18). Viele psychisch Erkrankte zählen aufgrund ihrer somatischen Komorbidität zur Risikogruppe der von einem schweren Verlauf Bedrohten. Das Bewusstsein für das erhöhte Risiko kann die psychische Belastung verstärken.

Zusammengefasst ist eine genaue quantitative Prognose der Häufigkeit psychischer Störungen infolge der COVID-19-Pandemie noch nicht möglich. Jedenfalls ist mit einem Anstieg psychischer Störungen sowohl bei COVID-19-Erkrankten als auch in der Allgemeinbevölkerung zu rechnen. Dabei dürften Anpassungsstörungen, Angsterkrankungen, Depressionen und Traumafolgestörungen im Vordergrund stehen, wobei mit einem länger dauernden Anstieg zu rechnen ist.

In China wurde initial ein erhöhter ambulanter und telepsychiatrischer Beratungsbedarf (19) bei gleichzeitigen Einschränkungen der psychiatrisch-psychotherapeutischen Routineversorgung wegen sozialer Isolationsmaßnahmen und wegen Pandemie-bedingter Anpassungen der Versorgungsstrukturen und -prozesse beschrieben (20, 21). Ähnliches war auch im Rahmen der SARS-Epidemie aufgetreten (22).

Zu erwartender Ablauf der COVID-19-Fallzahlen auf der Grundlage früherer Erfahrungen mit Viruspandemien
Grafik
Zu erwartender Ablauf der COVID-19-Fallzahlen auf der Grundlage früherer Erfahrungen mit Viruspandemien

Zahlen zur mittel- und langfristigen Inanspruchnahme des Gesundheitswesens wegen psychischer Erkrankungen in der COVID-19-Pandemie liegen derzeit weder für China noch für andere Länder vor. Basisdaten zur Inanspruchnahme des psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgungssystems vor COVID-19 in Deutschland gibt es sowohl auf der Grundlage von Krankenkassendaten (zum Beispiel 23) als auch im Bevölkerungssurvey des Robert Koch-Instituts (24, 25). Diese Basisdaten sollten in den nächsten Jahren durch Follow-up-Untersuchungen ergänzt werden, um für künftige Pandemien Erfahrungswerte zu ermitteln. Die Auswirkungen auf die berufliche Rehabilitation und die soziale Teilhabe psychisch Erkrankter werden langfristige Herausforderungen darstellen (26).

Als Orientierung können wir auch hier die Entwicklung nach der SARS-Epidemie betrachten: Eine kanadische Untersuchung zeigte, dass 51 von 117 SARS-Überlebenden ein Jahr nach dem Ereignis psychiatrische oder psychologische Hilfe wahrgenommen hatten mit insgesamt 668 Kontakten zu Psychiaterinnen und Psychiatern (n = 173; 24 Betroffene; durchschnittlich 7,3 Kontakte pro Betroffenem), Psychologinnen und Psychologen (n = 119; 11; 10,8), Sozialarbeitenden (n = 60; 10; 6,0), Unterstützungsgruppen (n = 255; 23; 11,1) oder anderen (n = 61; 10; 6,1). Dies stellte die größte Gruppe von Inanspruchnahme des Gesundheitswesens bei vormaligen SARS-Betroffenen dar, noch vor der Zahl der Kontakte zum Hausarzt (n = 468) oder anderen Gesundheitsdiensten (27). Man muss also davon ausgehen, dass das Erleben der Viruserkrankung nicht nur zu psychischen Störungen führte, sondern dass daraus auch eine erhöhte Inanspruchnahme im Jahr nach der Infektion resultierte.

Diskussion

Nach einer initial verringerten Inanspruchnahme aufgrund der Pandemieausrichtung der Versorgungseinrichtungen sowie aufgrund von sozialen Isolationsmaßnahmen ist mit einer lang dauernden Phase zunehmender und erst sehr langsam wieder abnehmender Inanspruchnahme des psychiatrischen Versorgungssystems aufgrund direkter oder indirekter psychosozialer Pandemiefolgen zu rechnen. Entscheidend sind dann Prävention (28), Früherkennung und Frühbehandlung. Die Herausforderung für das Versorgungssystem liegt darin, längerfristig auf die einzelnen Zielgruppen (Familien, psychisch Vorerkrankte, Professionelle) zugeschnittene Versorgungsangebote bereitzustellen (29). Neue Versorgungswege wie telepsychiatrische Krisendienste oder Videokonsultationen sollten statistisch erfasst und evaluiert werden (30, 31, 32).

Für die Versorgungsplanung ergeben sich folgende Vorschläge:

  • Verstetigung und Evaluation telepsychiatrischer Videokonsultationen und Online-Therapien
  • Primärprävention sowie Förderung der Früherkennung und Frühbehandlung psychischer Erkrankungen durch zielgruppenspezifische Informationskampagnen für die Bevölkerung, für COVID-19-Betroffene und ihre Familien, und für medizinisches Personal
  • Initiativen zur Verbesserung der somatischen Versorgung psychisch Erkrankter

Im Verlauf etwa eines Jahres nach der COVID-19-Pandemie wird man anhand der Inanspruchnahmedaten bessere Inanspruchnahmeprognosen für zukünftige Pandemien berechnen können und eventuelle Kapazitätsplanungen revidieren müssen. Hierfür müssen die benötigten Daten zeitnah und unbürokratisch der Versorgungsforschung zur Verfügung stehen.

  • Zitierweise dieses Beitrags:
    Dtsch Arztebl 2020; 117 (21): A 1114–7

Anschrift für die Verfasser:
Prof. Dr. med. Jürgen Zielasek,
LVR-Institut für Versorgungsforschung
c/o LVR-Klinik Köln,
Wilhelm-Griesinger Str. 23, 51109 Köln
E-Mail: juergen.zielasek@lvr.de

Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit2120
oder über QR-Code.

Empfehlungen zur Minimierung der psychosozialen Folgen

Um die psychosozialen Folgen von Isolations- und Quarantänemaßnahmen abzuschätzen und Lösungsansätze zu entwickeln, haben sich Wissenschaftler aus mehr 25 wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Verbänden zum Kompetenznetz Public Health zu COVID-19 zusammengeschlossen (14). Darin bündeln sie ihre Fachkenntnis sowie evidenzbasierte Informationen für Behörden, Institutionen und politische Entscheidungsträger. „Aus Sicht von Public Health geht es darum, einen konsequenten Infektionsschutz umzusetzen und gleichzeitig die Auswirkungen der Pandemie und getroffener Präventionsmaßnahmen im Blick zu behalten. Deshalb sollte der Schutz der psychischen Gesundheit integraler Bestandteil im COVID-19-Krisenmanagement sein“, fordert Prof. Dr. med. Steffi Riedel-Heller, Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig.

Die Wissenschaftler benennen drei komplementäre Lösungsansätze: Zum einen sei eine umfassende Information und Aufklärung zu den möglichen Folgen notwendig. Die Bevölkerung werde dabei sensibilisiert und könne Beschwerden einordnen. Als zweiten Ansatz führen sie die Prävention und Gesund­heits­förder­ung in der Allgemeinbevölkerung an. So ließe sich etwa die Resilienz stärken durch Tagesstrukturierung, Bewegungserhalt und gesunde Ernährung. Der dritte Lösungsansatz bezieht sich auf psychotherapeutische Interventionen, vor allem bei besonders gefährdeten Gruppen und Personen mit psychischen Vorerkrankungen. Besonders E-Health und telemedizinische Ansätze könnten unter diesen besonderen Umständen Betroffenen helfen. PB

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Zu erwartender Ablauf der COVID-19-Fallzahlen auf der Grundlage früherer Erfahrungen mit Viruspandemien
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