ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2020Karsten Vilmar: Großer Dank
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Ich habe mich gefreut über Frau Dr. Gitters aus erfülltem Herzen kommende Laudatio zum 90. Geburtstags des Alt-Bundes­ärzte­kammerpräsidenten Prof. Dr. Karsten Vilmar.

Als vormaliger Vorsitzender der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) möchte ich einen für die Ärzteschaft wichtigen Aspekt hinzufügen:

Karsten Vilmar hat die AkdÄ geschätzt und geschützt – auch in schwierigen Zeiten. So hat er z. B. seinerzeit als wir in den 90er-Jahren gegen teilweise erheblichen Widerstand von Vertretern der verfassten Ärzteschaft begannen, „Therapieempfehlungen“ als die Vorläufer späterer Leitlinien herauszugeben, dies Unternehmen als einen „Korridor der ärztlichen Vernunft“ unterstützt und gleichzeitig vor einer „Inflation von Arbeiten, die als Therapieempfehlungen oder Handlungsleitlinien ausgegeben werden“ gewarnt. Und er hat in einer Zeit, als die AkdÄ durch innere Zwistigkeiten und den versuchten Aufstand einer Handvoll selbst ernannter Revoluzzer nach innen und außen ein miserables Bild abgab, sodass im BÄK-Vorstand Stimmen laut wurden, diese traditionelle Institution ersatzlos aufzulösen, sich solchen Tendenzen standhaft widersetzt und seine Hand über uns gehalten. So hat er mich schließlich im Juni 1994 gebeten, einen neuen Vorstand unter Beteiligung auch von Kollegen aus der früheren DDR zu gründen und auf der Basis einer neuen Verfassung zu einer geordneten Tätigkeit zurückzukehren. Dies ist gelungen. Auch das jährliche Interdisziplinäre Forum, auf dem die AkdÄ mit ihren Therapiesymposien immer einen wichtigen Platz einnahm, war seine Idee und ein besonderes Herzensanliegen von ihm.

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Dafür an dieser Stelle nochmals ein großes Danke und: Bleiben Sie uns erhalten!

Prof. Dr. med. Bruno Müller-Oerlinghausen, 10557 Berlin

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