ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2020Leichte Atemwegserkrankungen: Telefonische Krankschreibung letztmalig verlängert

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Leichte Atemwegserkrankungen: Telefonische Krankschreibung letztmalig verlängert

Maybaum, Thorsten; EB

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Die befristete Sonderregelung zur telefonischen Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit durch Vertragsärzte ist einschließlich bis zum 31. Mai 2020 verlängert worden. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) beschlossen. Der Beschluss sei „nach derzeitiger Einschätzung der Gefährdungslage letztmalig“, teilte das Gremium mit. Wenn sich die Situation – etwa mit steigenden Infektionszahlen – wieder ändere, werde der G-BA neu über die Lage entscheiden. Bis Ende Mai darf damit weiterhin die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit bei Versicherten mit Erkrankungen der oberen Atemwege, die keine schwere Symptomatik aufweisen, für einen Zeitraum von bis zu sieben Kalendertagen auch nach telefonischer Anamnese erfolgen. Die AU kann einmalig für weitere sieben Tage verlängert werden. Der G-BA wies darauf hin, dass die Regelung sowohl die telefonische Anamnese als auch auch die technisch weitergehende Videotelefonie umfasse. G-BA-Chef Prof. Josef Hecken betonte, man bereite mit dem Beschluss die Rückkehr zur regulären Patientenversorgung hinsichtlich der ärztlichen Beurteilung von Arbeitsunfähigkeit vor. Arztpraxen könnten sich in den kommenden Wochen darauf einstellen, dass die telefonische AU nicht mehr verlängert werde. „In vielen Praxen werden bereits belastbare Hygienekonzepte praktiziert“, sagte Hecken. Dadurch könnten Patienten eine ärztliche Versorgung in Anspruch nehmen, ohne sich erhöhten Infektionsrisiken auszusetzen. Dies sei auch wichtig, damit ernsthafte Erkrankungen rechtzeitig erkannt und erforderlichenfalls behandelt werden könnten. may/EB

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