ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2020Klimawandel: Es geht nicht um die Ärzte
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Zu viel „müssen“ und „sollte“ und „wäre“ prägen die Aussagen im Interview mit Frau Gabrysch und viel zu wenig Realität des Alltags lässt das Interview durchscheinen. Elfenbeinturm der Wissenschaft! Wenn ich mein Klientel meines Arztalltags über mehr als 30 Jahre in niedergelassener Krankenkassenpflichtversicherte betreuenden KV-Praxis (mit etwa 5 % Privatanteil) betrachte und Revue passieren lasse . . . , dann schmerzt es mich erheblich, im Interview keine zielführende und praktikable, realitätsbezogene, hilfreiche Handreichung zu lesen, die die Kommunikation mit der Zielgruppe und eben diese insgesamt selbst betrifft.

„Man soll, man müsste etc.“ Und eben jene, die nicht mitmachen, die Patienten, die Bürger, die ihren persönlichen Eigenwert als Individuen chronisch missachten, sich selber in diesen Wandelzeiten nicht als Akteure erkennen wollen und können: Diese ... Individuen, die allein in ihrer Gesamtheit „es richten können“ (und nicht wollen), um diese geht es und nicht um eine Ärzteschaft, die – wieder einmal – rein wissenschaftlich alltagsfern und unrealistisch gesehen zu Weltenrettern hochstilisiert und mit Moralansprüchen beladen werden.

Frau Gabrysch möge in den Niederungen der – wenn auch nur – deutschen Kassenpraxis-Alltags-Realität ihr professorales Anspruchdenken an die Kollegenschaft, vor deren Alltags-Tätigkeits-Ort zu demütigen lernen.

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Dr. med. Richard Barabasch, 96178 Pommersfelden

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